In der Opening Bell steht zunächst die Fed-Sitzung im Fokus. Um 19 Uhr kommt die Zinsentscheidung, um 19:30 Uhr folgt die Pressekonferenz mit Jerome Powell, die als noch wichtiger eingeschätzt wird. Belastend wirken vorher die US-Erzeugerpreise, die stärker steigen als erwartet. Das schürt erneut Inflationssorgen und dämpft die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen.
Aus Frankfurt meldet Johanna Krämer einen zunächst freundlichen DAX-Start, getragen von der Hoffnung auf Entspannung bei den Ölpreisen. Diese Stimmung kippt aber nach den US-Preisdaten. Der DAX fällt wieder in Richtung 23.600 Punkte zurück. Thema bleibt der Nahostkonflikt, vor allem die Frage, ob die Straße von Hormus wieder sicher passierbar wird und sich damit die Lage am Energiemarkt beruhigt.
Bei den Einzelwerten fällt in Deutschland vor allem die Commerzbank positiv auf. Das Übernahmeangebot der UniCredit treibt die Aktie weiter an. Ebenfalls stark sind Heidelberg Materials nach einer positiven Analystenstimme und Siemens Energy, das seine Erholung fortsetzt. Schwach zeigt sich dagegen Hello Fresh, weil Umsatz und operatives Ergebnis im laufenden Jahr unter den Erwartungen liegen dürften.
In den USA richtet sich der Blick weiter auf Inflation und Zinsen. Die Erzeugerpreise steigen im Monatsvergleich um 0,7 Prozent statt erwarteter 0,3 Prozent. Das belastet die Futures. Parallel ziehen die Ölpreise wieder an. Brent liegt knapp über 108 US-Dollar, WTI nähert sich wieder der 100-Dollar-Marke. Gold und Silber reagieren dagegen schwächer.
Bei den Einzeltiteln fällt AMD auf. Das Unternehmen baut die Zusammenarbeit mit Samsung aus, was vor allem die nächste GPU-Generation betrifft. Die Aktie hält sich vorbörslich stabil, bleibt aus Sicht der Sendung grundsätzlich interessant, braucht charttechnisch aber noch ein frisches Kaufsignal.
Im Einzelhandel liefert Macy’s solide Zahlen. Das vierte Quartal fällt besser aus als erwartet, vor allem bei Gewinn und vergleichbaren Umsätzen. Trotzdem bleibt der Ausblick verhalten. General Mills enttäuscht dagegen mit schwächeren Zahlen und einem rückläufigen operativen Ergebnis. Die Aktie bleibt charttechnisch angeschlagen.
Am Abend stehen die Zahlen von Micron im Mittelpunkt. Die Erwartungen sind hoch: Analysten rechnen mit starkem Umsatz- und Gewinnwachstum, getrieben vom KI-Boom. Die Aktie läuft bereits stark, weshalb vor den Zahlen auch Enttäuschungspotenzial besteht. Grundsätzlich bleibt Micron aber ein Favorit.
Daneben wird noch Disney besprochen. Dort übernimmt heute ein neuer CEO. Der Wechsel markiert einen wichtigen Einschnitt, nachdem Bob Iger das Unternehmen in seiner zweiten Amtszeit nicht wieder richtig in Schwung bringen kann. Die Aktie bleibt vorerst auf der Beobachtungsliste, während im Streamingbereich weiter eher Netflix favorisiert wird.
Andreas Agly kennt die Indikationen für den heutigen Handelstag.
Johanna Krämer, Korrespondentin an der Börse Frankfurt, gibt außerdem einen Überblick, was die Märkte bewegt.
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