Top oder Flop? Wasserstoff-Aktien im Check
06.11.2020 Marion Schlegel

Schlag-den-Buffett-Depot-Wert Novo Nordisk: Übernahme in Sicht

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Novo Nordisk

Der dänische Insulin-Hersteller Novo Nordisk will seinen US-Partner Emisphere Technologies in einer milliardenschweren Transaktion übernehmen. Der Deal beläuft sich insgesamt auf 1,8 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 1,5 Milliarden Euro), wie Novo Nordisk am Freitag in Bagsvaerd mitteilte. Dabei würden für 1,35 Milliarden Dollar die ausstehenden Emisphere-Aktien erworben und für 450 Millionen Dollar Lizenz-Forderungen an Emisphere von dessen größtem Aktionär MHR Fund Management abgekauft.

Novo Nordisk (WKN: A1XA8R)

Mit Emisphere arbeitet Novo Nordisk schon seit 2007 zusammen. Emisphere ist ein Spezialist für oral verabreichte Medizin mit seiner Technologie Eligen, die den Aufnahmeprozess im Körper optimiert. Mit dem Zukauf will Novo Nordisk die volle Kontrolle über Emisphere erlangen und zudem zukünftige Zahlungen an Emisphere oder MHR Fund Management vermeiden.

Novo Nordisk finanziert den Kauf über Fremdmittel. In der Folge habe die Transaktion keinen Einfluss auf die Prognose 2020 oder den laufenden Aktienrückkauf, hieß es weiter.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat Novo Nordisk auf der "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 484 dänische Kronen belassen. Das dritte Quartal habe die Wachstumstreiber des Insulinherstellers ins Rampenlicht gerückt, schrieb Analyst Keyur Parekh in einer am Freitag vorliegenden Studie. Mittel- bis langfristig spreche das starke Umsatzwachstum für den Wert.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Novo Nordisk auf "Overweight" mit einem Kursziel von 480 Dänische Kronen belassen. Die vom Insulinhersteller vorgestellten detaillierten Studiendaten für zwei Produkte gegen Fettleibigkeit stützten deren Geschäftspotenzial, schrieb Analyst Richard Vosser in einer bereits am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Die Aktie von Novo Nordisk konnte sich von ihrer jüngsten Schwäche wieder deutlich erholen. DER AKTIONÄR bleibt weiter optimistisch, Anleger bleiben an Bord. Die Aktie von Novo Nordisk befindet sich auch im Schlag-den-Buffett-Depot des AKTIONÄR.

(Mit Material von dpa-AFX)