Das norwegische Unternehmen meldet sich zurück. Nach einer Restrukturierung ist Hexagon Composites wieder auf die Überholspur gewechselt und hat die Weichen für frisches Wachstum gestellt. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR erklärt Firmenlenker Philipp Schramm, dass die Talsohle durchschritten ist und nicht zuletzt der Megatrend KI für positive Impulse sorgt.
DER AKTIONÄR: Herr Schramm, wie sieht Ihre Equity Story aus?
PHILIPP SCHRAMM: Sie steht auf drei Säulen. Erstens Mobile Pipeline: Überall, wo Gas entsteht – etwa Biomethan aus einer Biogasanlage auf einer Milchfarm –, bringen unsere Trailer es dorthin, wo es in eine Pipeline eingespeist oder genutzt wird, zur Energiegewinnung oder für den Schwerlastverkehr. Zweitens Kraftstoffsysteme, die dieses Gas für Busse, Lkw und schwere Landmaschinen nutzbar machen: Besonders erfolgreich sind wir damit in der US-Abfallwirtschaft. Drittens das After-Market- Geschäft, das immer zu kurz kommt.
Warum die Abfallwirtschaft?
Sie ist ein Musterbeispiel. Bei Waste Management zum Beispiel, dem größten US-amerikanischen Unternehmen im Bereich der Abfallwirtschaft, mit dem wir seit über zwölf Jahren zusammenarbeiten, ist aus einem Abfall- ein Energieunternehmen geworden: Das Deponiemethan wird nicht mehr abgefackelt, sondern für den Betrieb der eigenen Müllfahrzeuge genutzt. Dort entfällt ein maßgeblicher Anteil der operativen Kosten auf Diesel. Wenn dieser Kostenblock durch die Nutzung des eigenen Gases deutlich reduziert wird, entsteht ein großer Wettbewerbsvorteil. Das ist gelebte Circular Economy.
Das CNG-Busgeschäft galt in Europa als Auslaufmodell. Sie sehen das anders?
Wir wurden lange belächelt. Inzwischen haben wir mit IVECO einen Dreijahresvertrag über die exklusive Belieferung mit CNG-Tanks aus unserem Werk in Kassel abgeschlossen. Die Zahl der CNG-Bus-Neuzulassungen in der EU hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die Vereinbarung mit IVECO unterstreicht unsere starke Position im europäischen CNG-Busmarkt.
Heute, 07:06
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