27.11.2013 Andreas Deutsch

DAX hält sich über 9.300 Punkten: Commerzbank, HeidelbergCement, ThyssenKrupp und Nordex im Fokus

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DAX

Unterstützt von der Einigung in den Koalitionsverhandlungen notieren die deutschen Standardwerte am Mittwoch freundlich. Der DAX legt am Mittag um 0,2 Prozent auf 9.310 Punkte zu. Der MDAX notiert nahezu unverändert bei 16.194 Stellen. Der TecDAX verliert leicht auf 1.146 Zähler.

Commerzbank: Kursziel erhöht

Zu den Gewinnern zählt die Commerzbank-Aktie. Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für die Bank von 7,50 auf 8,50 Euro angehoben, aber die Einstufung auf "Underweight" belassen. Bei der Commerzbank hätten die sinkenden Befürchtungen über die Altlasten die katastrophale Unterbewertung der Aktie zuletzt verringert. Die chronisch schwachen Eigenkapitalrenditen belasteten aber weiterhin.

HeidelbergCement: Positive Studie

Die Aktie von HeidelbergCement kletterte nach einer positiven Studie der Privatbank Berenberg mit plus 1,8 Prozent auf 56,62 Euro an die DAX-Spitze. Die Bank hat HeidelbergCement von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 50 auf 63 Euro angehoben. Die Tochter Indocement habe seit 2008 beim operativen Ergebnis (Ebitda) entgegen dem rückläufigen Trend beim Baustoffkonzern zugelegt, schrieb Analyst Robert Muir in einer Studie vom Mittwoch. Zudem sei das befürchtete höhere Risiko einer dortigen, konjunkturell bedingten Geschäftseintrübung begrenzt.

ThyssenKrupp: Für die Commerzbank ein Kauf

Die Commerzbank hat ThyssenKrupp nach japanischen Medienberichten zum Verkauf des US-Stahlgeschäfts auf "Buy" mit einem Kursziel von 23 Euro belassen. Dass ArcelorMittal und Sumitomo das ThyssenKrupp-Stahlwerk in Alabama für knapp zwei Milliarden US-Dollar zu kaufen beabsichtigten, decke sich vollständig mit seinen Erwartungen, schrieb Analyst Robert Schramm in einer Studie vom Mittwoch. Schachel rechnet mit einer offiziellen Verkündung des Verkaufs bereits Anfang Dezember.

Nordex: Der Schock

Die Nordex-Aktie sackt ab wegen einer Kapitalerhöhung. Der Windkraftanlagenbauer hat im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens 7,35 Millionen Aktien bei institutionellen Anlegern zu 10 Euro je Anteil platziert. Das Geld will die Gesellschaft zur Finanzierung des Wachstums, für Forschung und Entwicklung, für neue Windenergieanlagen sowie zur Stärkung der Eigenkapitalquote und zum Schuldenabbau nutzen.

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