27.05.2011 Stefan Eichner

Xing belohnt Aktionäre

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Trendthema

Die Aktionäre des Hamburger Karriere-Netzwerk-Betreibers Xing haben auf der gestrigen Hauptversammlung der von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Sonderausschüttung zugestimmt. Insgesamt sollen 20 Millionen Euro an die Anteilseigner verteilt werden. Aber nicht nur deswegen bleibt das Papier interessant.

Das Ausschüttungsvolumen entspricht einem Betrag von rund 3,70 Euro je Aktie. Der Stichtag, an dem die Aktionäre im Besitz der Papiere sein müssen, um von der Sonderausschüttung zu profitieren, wurde auf den 1. August 2011 vorgezogen. Die Auszahlung erfolgt nach Ablauf einer sechsmonatigen Sperrfrist, die mit Bekanntmachung der Eintragung beginnt. Weitere Einzelheiten zur Abwicklung möchte Xing zu gegebener Zeit gesondert veröffentlichen.

Das Geschäft brummt

Auch wenn Xings Konkurrent LinkedIn aufgrund seines fulminanten Börsengangs derzeit mehr Aufmerksamkeit genießt, sollte man das Hamburger Unternehmen nicht außer Acht lassen. In Europa gibt nämlich zweifelsohne das deutsche „Business-Facebook" den Ton an. So stieg die Mitgliederanzahl im ersten Quartal um 215.000 auf 4,7 Millionen - der größte Anstieg seit acht Quartalen. Der Umsatz kletterte gleichzeitig um 24 Prozent auf 15,7 Millionen Euro, das EBITDA von 3,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 5,6 Millionen Euro.

In wenigen Tagen wird eine neue Version des Xing-Internetauftritts online gehen. Dieser orientiert sich offenbar stark an Facebook und soll für weitere Impulse sorgen.

Gewinne laufen lassen

Bei Xing läuft weiterhin alles in geordneten Bahnen. Der neue Web-Auftritt sollte frischen Wind in das Unternehmen und in die Aktie bringen, bei der das Chartbild ohnehin absolut intakt ist. Kurzum: Derzeit gibt es keinen Grund, die Aktie von Xing zu verkaufen.