Führungswechsel bei Berkshire Hathaway: Warren Buffett hat den Vorsitz beim Investmentkonglomerat abgegeben. Sein Sohn Howard Graham Buffett übernimmt als Chairman – während Greg Abel weiterhin das operative Geschäft führt. Doch wer ist der Mann, der vor allem die Unternehmenskultur bewahren soll?
- Howard Graham Buffett ist 71 Jahre alt und wurde am 16. Dezember 1954 in Omaha geboren.
- Seit 1993 gehört er dem Verwaltungsrat von Berkshire Hathaway an.
- Die Karriere von Howard Graham Buffett begann in der Landwirtschaft.
Howard Graham Buffett ist 71 Jahre alt und wurde am 16. Dezember 1954 in Omaha geboren. Er ist das mittlere von drei Kindern Warren Buffetts und der älteste Sohn des legendären Investors. Seinen zweiten Vornamen „Graham“ verdankt er Benjamin Graham, dem Begründer des Value-Investing und Warren Buffetts wichtigstem akademischen Mentor.
Kein Unbekannter bei Berkshire Hathaway
Überraschend kommt der Schritt, ihn zum Chairman zu machen, nicht. Howard ist im Konglomerat seines Vaters kein Unbekannter. Im Gegenteil: Seit 1993 sitzt Howard Buffett im Verwaltungsrat von Berkshire Hathaway. Damit verfügt er über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung im Board des Konzerns. Am 18. September 2026 wurde er schließlich zum Chairman gewählt. Warren Buffett wechselte im Gegenzug in die Rolle des „Chairman Emeritus“ und bleibt Mitglied des Verwaltungsrats (DER AKTIONÄR berichtete).
Welche Rolle übernimmt Howard Buffett bei Berkshire?
Für Anleger entscheidend: Howard Buffett ist nicht der Nachfolger Warren Buffetts als CEO. Diese Rolle hat seit Anfang 2026 Greg Abel inne. Abel verantwortet das Tagesgeschäft, die operative Führung und die Kapitalallokation. Howard Buffett soll dagegen als Non-Executive Chairman den Verwaltungsrat, das sogenannte Board of Directors, leiten, der den CEO beaufsichtigt.
Seine Hauptaufgabe ist es, als Absicherung für die Aktionäre zu fungieren. Sollte ein zukünftiges Management versuchen, die dezentrale Struktur aufzulösen, Berkshire zu zerschlagen, greift er als Verwaltungsratschef ein.
Wichtig: Seine Rolle als Chairman bei Berkshire Hathaway ist kein Vollzeitjob, daher kann sich Howard weiterhin primär seinen eigenen Projekten widmen: Er ist passionierter Landwirt und Philanthrop. Seine Stiftung, die The Howard G. Buffett Foundation unterstützt Kleinbauern in Regionen, in denen Hunger, Konflikte und Armut aufeinandertreffen.
Warren Buffett formulierte die Aufgabenverteilung in seinem Brief an die Aktionäre sehr klar: „Greg führt das Unternehmen; Howard wird seine Kultur und Werte schützen – beides ist mehr wert als alles auf unserer Bilanz.“
Howard Buffett wird Warren Buffett nicht ersetzen. Seine Aufgabe ist eine andere: Er soll die Kultur und Leitlinien von Berkshire bewahren. Stattdessen muss Greg Abel als neuer CEO für die Rendite sorgen. Abzuwarten bleibt, wie er sich langfristig im Vergleich mit Warren Buffett schlagen wird. Wie Berkshire in der großen „Sum-of-the-Parts“-Analyse des AKTIONÄR abschneidet, erfahren Sie in der neuen Ausgabe. Diese können Sie ab heute Abend, 19 Uhr, hier erwerben.
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