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16.09.2020 Andreas Deutsch

Wall-Street-Schlussbericht: Fed treibt nur kurz an

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DowJones

Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Nullzinspolitik in den USA bis ins Jahr 2023 hat die Anleger an der Wall Street am Mittwoch nur kurz erfreut. Nachdem der US-Leitindex Dow Jones Industrial zunächst um mehr als 1 Prozent in die Höhe geklettert war, schmolzen die Gewinn bis zum Handelsende fast vollständig dahin.

Anleger hatten bereits damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins angesichts der Corona-Krise offenbar über Jahre hinweg an der Nulllinie belassen will.

Der Dow schloss lediglich 0,13 Prozent höher bei 28.032,38 Punkten. Der marktbreite S&P 500 aber rutschte ins Minus und verlor 0,46 Prozent auf 3.385,49 Punkte. Für den zuletzt wieder recht gut gelaufenen, technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,67 Prozent auf 11.247,60 Punkte nach unten.

Auf Unternehmensseite konnten sich die Aktionäre von Fedex dank starker Quartalszahlen über einen Kurssprung von fast sechs Prozent freuen. Damit zählten die Anteilsscheine zu den besten Werten im S&P 500. Mehrere Analysten sahen die Resultate über den Erwartungen und hoben ihre Kursziele für die Papiere des Logistikkonzerns an.

Der Softwarekonzern Adobe hatte ebenfalls positiv überrascht und in der Corona-Krise einen Rekordwert beim Quartalsumsatz erreicht. Die Papiere büßten jedoch anfängliche Gewinne schnell ein und fielen am Ende um mehr als vier Prozent, nachdem Anleger angesichts der guten Nachrichten Kasse gemacht hatten.

Der Softwarespezialist Snowflake legte derweil ein fulminantes Debüt an der New York Stock Exchange hin. Anleger hatten sich um die Papiere des Unternehmens aus dem kalifornischen San Mateo gerissen, das im boomenden Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet den Marktführern Amazon und Microsoft einheizen will.

Der Einstandskurs lag mit 245 Dollar um mehr als das Doppelte über dem Ausgabepreis von 120 Dollar. Die Papiere schlossen bei knapp 254 Dollar.

Die Firma hatte beim Börsengang zuvor 3,36 Milliarden Dollar eingesammelt und wurde dabei insgesamt mit mehr als 30 Milliarden Dollar bewertet. Damit stemmte Snowflake die bislang größte Premiere des Jahres am US-Aktienmarkt.

Die Erwartungen an das Unternehmen sind groß, ausnahmsweise beteiligte sich sogar Staranleger Warren Buffett im großen Stil mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway.

(Mit Material von dpa-AFX)