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25.09.2015 Jochen Kauper

VW: Wird Müller Winterkorns Nachfolger? Aktie jetzt langsam einsammeln

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Volkswagen

Im Stühlerücken beim VW -Konzern hat der bisherige Porsche-Chef Matthias Müller die besten Chancen auf die Nachfolge von Martin Winterkorn. Die Entscheidung soll am Freitag bei einer Sitzung des VW-Aufsichtsrats fallen. In der Zwischenzeit rechnet Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD)  in der VW -Abgas-Affäre mit "weiteren personellen Konsequenzen" in den nächsten Tagen. "Wir verlangen auch die Konsequenzen", sagte Lies, der Mitglied im VW-Aufsichtsrat ist, am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. "Es geht um die gesamte Struktur bei Volkswagen ."

Wer wird noch zurück treten?

Am Mittwoch hatte Konzernchef Martin Winterkorn angesichts des enormen Ausmaßes der Affäre seinen Posten geräumt.
"Jetzt muss es darum gehen, für 600.000 Mitarbeiter, 280.000 allein in Deutschland, die Sicherheit zu schaffen, dass wir die Lage im Griff haben", sagte Lies.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte rückhaltlose Aufklärung an. Im ARD-Morgenmagazin sagte das VW-Präsidiumsmitglied: "So etwas darf sich bei Volkswagen nicht wiederholen." Es werde lange dauern, bis das Unternehmen das verloren gegangene Vertrauen wieder herstellen könne. "Der erste Schritt dazu ist, klipp und klar die Dinge auf den Tisch zu legen. Und dazu sind wir entschlossen."
Die Folgen der Manipulationen von Abgaswerten bei Dieselautos sind noch immer nicht absehbar. Europas größter Autobauer hatte zugegeben, dass weltweit elf Millionen Motoren mit einer Software ausgestattet sind, um die Messung des Schadstoffausstoßes zu manipulieren.

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Worst-case eingepreist?

Auf VW wird in dne nächsten Wochen noch einiges zukommen: Schadensersatzklagen, Strafzahlungen in den USA usw. Alleine die Strafzahlung die von der US-Umweltbehörde EPA verhängt werden soll, soll 18 Milliarden Dollar betragen. Dennoch ist es gut möglich, dass VW mit einer weitaus geringeren Strafe als angenommen davon kommen könnte. Warum? Blickt man in die Vergangenheit, wurden auch andere große Player der Autobranche von Skandalen heimgesucht. GM zum Beispiel hatte defekte Zündschlösser verbaut, das hatte sogar mehrere Todesfälle zur Folge. GM musste 900 Millionen Dollar Strafe zahlen. Toyota kämpfte mit defekten Airbags des Zulieferers Takata. 6,5 Millionen Autos wurden zurückgeholt. Die VW-Aktie jedenfalls hat sich in den letzten beiden Tagen etwas stabilisiert.

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Soll heißen: Die VW-Aktie hat womöglich den worst-case bereits eingepreist. Anleger mit sehr guten Nerven versuchen sich für die nächsten Monate zu positionieren und einen guten Durchschnittskurs zu bekommen. Eine erste kleine Position sollte auf Sicht von zwölf Monaten aussichtsreich sein.

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