23.07.2015 Marion Schlegel

Unendliche Erfolgsstory (Aus Titelstory Der Aktionär 28/15)

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DAX
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Sage und schreibe 150 Jahre hat der größte Chemiekonzern der Welt, BASF, mittlerweile auf dem Buckel. Viele bahnbrechende Erfindungen gehen auf das Unternehmen zurück: Beispielsweise gelang BASF 1897 erstmals die Markteinführung von synthetischem Indigo, mit dem Jeans gefärbt werden. Und auch das Styropor wurde von BASF erfunden. Doch die Frage ist, hat BASF die besten Jahre bereits hinter sich? Und sollten Anleger nun besser auf andere Aktien setzen?

Profiteur vom schwachen Euro
Ganz sicher nicht. Das Unternehmen und insbesondere die Aktie hat nichts vom Charme der früheren Jahre verloren. Heute ist BASF unter anderem Spezialist für Auto-Katalysatoren, Lebensmittelzusatzstoffe, Agrarchemie, und auch im Öl- und Gasgeschäft tätig. Im vergangenen Jahr hat der Konzern trotz der eher verhaltenen Konjunkturentwicklung seine Einnahmen leicht auf über 74 Milliarden Euro steigern können. Der Überschuss stieg sogar um acht Prozent auf mehr als fünf Milliarden Euro.
Interessant: Fast die Hälfte der Einnahmen wird außerhalb Europas erzielt. BASF profitiert damit in besonderem Maße vom schwachen Euro und einem möglichen Ausbleiben des Grexits.
Zwar präsentierte sich Konzernchef Kurt Bock für das laufende Jahr nur verhalten optimistisch. Der Umsatz soll nur leicht zulegen, der Betriebsgewinn gar stagnieren. Beck betonte aber bei der Vorlage der Jahresbilanz: „Letztendlich wird auch der Ölpreis darüber entscheiden, ob wir das Gesamtergebnis steigern werden.“ Und der Ölpreis gibt durchaus Anlass zur Hoffnung. Von seinen Tiefstständen, die noch Anfang des Jahres erzielt wurden, hat sich die Notierung mittlerweile deutlich entfernt.
Und auch die Nachfrage-Entwicklung im Chemiesektor könnte dem Konzern schon bald wieder unter die Arme greifen. Andrew Benson, Aktienanalyst der Citigroup, rechnet mit einer Belebung der Nachfrage im zweiten Halbjahr.

Zu Recht ein Dividenden-Liebling
Und auf eines können sich Anleger bei BASF ohnehin verlassen: die kontinuierlich hohe Dividendenzahlung. In den letzten zehn Jahren wurde die Ausschüttung nur einmal, im Jahr 2010, leicht gesenkt, seitdem aber um mehr als 60 Prozent erhöht. Derzeit können sich Anleger über eine Rendite von 3,4 Prozent und damit eine der höchsten im DAX freuen.

Starkes Langfrist-Investment
Die Zeichen für eine noch lange Fortsetzung der Erfolgsgeschichte von BASF stehen gut. Anleger, die zudem einen starken Dividendenzahler suchen, greifen nach der jüngsten Korrektur zu.


Unser Buchtipp des Tages: Dividende!

Autor: Michael Herrmann
ISBN: 9783864702129
Seiten: 176
Erscheinungsdatum: 01.10.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier
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Wenn es von der Bank kaum Zinsen gibt, droht Sparern die schleichende Enteignung. Immer mehr Menschen entdecken als Alternative die ­Geldanlage in Substanzaktien mit hohen Dividenden. Börsenjournalist Michael Herrmann zeigt, wie das geht. Im Sparen sind die Deutschen Weltmeister. Schließlich muss man für die Rente vorsorgen – das hat mittlerweile jeder verstanden. Denn auf den Staat ist in Sachen Rente kein Verlass. Doch klassische Lösungen wie Festgeld, Sparbuch und Co werfen mickrige Zinsen ab. Sicher ist dabei nur noch eines: die schleichende Enteignung durch Inflation. Doch Vermögensaufbau ist auch heute kein Hexenwerk – wenn Sparer ihre Angst vor Aktien überwinden. Was viele übersehen: Wie bei Immobilien, Anleihen oder Sparbüchern gibt es auch bei Aktien regelmäßige „Zinsen“: die Dividenden. Und schon mit ein paar einfachen Kniffen finden selbst Einsteiger schnell die richtigen Dividenden-Aktien oder den richtigen Dividenden-Fonds – und damit eine attraktive Geld­anlage und Altersvorsorge. Dieses Buch führt Einsteiger Schritt für Schritt an das Thema heran, erklärt Begriffe und Strategien und zeigt, wie jeder mit Dividenden-­Aktien erfolgreich sein kann.