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14.06.2021 Marion Schlegel

Teamviewer: Deal mit SAP – Aktie gibt kräftig Gas

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SAP

Der Softwareanbieter Teamviewer erschließt sich durch eine Partnerschaft mit dem Walldorfer Software-Konzern SAP viele potenzielle Kunden. Die Kooperation umfasse zum einen die technische Integration von Teamviewer Frontline in das SAP-Angebot für sogenanntes Asset- und Service-Management, teilte Teamviewer am Montag in Göppingen mit.

Dabei geht es um die digitale Pflege und Verwaltung von Anlagen. Zum anderen werde Teamviewer in das SAP-Partnerprogramm aufgenommen und es seien gemeinsame Vermarktungsaktivitäten geplant.

Teamviewer (WKN: A2YN90)

Vor allem für den Spezialisten für Computer-Fernzugriff und -wartung, Teamviewer, sehen Analysten den Schritt positiv. Für diesen sei dies "eine attraktive Einstiegschance in die große SAP-Enterprise-Welt", wo viele ihrer potenziellen Kunden bereits Kunden sind, wie etwa Commerzbank -Analyst Florian Treisch sagte.

Einer der ersten gemeinsamen Anwendungsfälle werde die AR-basierte Unterstützung von Wartungs- und Reparaturprozessen bei SAP-Kunden in den Bereichen Maschinenbau und Komponentenfertigung sein, hieß es weiter. AR steht für Augmented Reality und bedeutet übersetzt "erweiterte Realität". Mit der Teamviewer-Plattform Frontline und der speziellen AR-basierten Remote-Assistance-Lösung könnten Experten aus der Ferne die Mitarbeiter vor Ort in Echtzeit durch komplexe Prozesse führen.

"AR-basierte Prozesse können die Produktivität deutlich erhöhen, Bedienungsfehler und Maschinenausfälle vermeiden und damit die Kosten senken", sagte SAP-Manager Stefan Krauss. Gemeinsam könnten SAP und Teamviewer die Digitalisierung in der Fertigungsindustrie weiter beschleunigen.

Die Nachricht kam bei den Anlegern gut an: Die Aktie von Teamviewer notiert um die Mittagszeit gut sechs Prozent im Plus bei 32,59 Euro und ist damit hinter Nordex der zweitstärkste Werte des Tages im MDAX. Für einen Befreiungsschlag bei der Aktie reicht dies jedoch noch nicht. Das Papier war zuletzt deutlich unter Druck geraten. Ein erstes positives Signal wäre der der Sprung über das Märztief 2021. Mittelfristig wäre der Sprung über die 200-Tage-Linie, die derzeit im Bereich von 40 Euro verläuft, wichtig.

(Mit Material von dpa-AFX)

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