26.09.2011 Florian Söllner

Solarworld vs. Suntech: Auch Centrotherm und Manz im China-Kampf

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Trendthema

Nicht nur im Modulbereich treten verstärkt aggressive chinesische Konkurrenten auf. Auch die Maschinenbauer Centrotherm oder Manz müssen sich gegen neue Wettbewerber zur Wehr setzen. Die charttechnischen Abwärtstrends sind intakt.

Die Zeiten in der Solarbranche sind hart und der Umgangston wird rauer. Solarworld-Chef Frank Asbeck hatte unlängst gegen Dumping-Preise und zu günstige staatliche Kredite für chinesische Modulhersteller gewettert. Jetzt folgte der Konter des weltgrößten Herstellers kristalliner Solarmodule. Suntech-Europachef Jerry Stokes sagte gegenüber Solarserver: "Auf Suntech trifft das nicht zu. Unsere Kreditkonditionen bei der China Development Bank und anderen Banken vor Ort sind recht ähnlich zu denen in anderen Ländern, wie unsere Pflichtveröffentlichungen an der New Yorker Börse deutlich zeigen."

Chinesen bauen auch Maschinen

Währenddessen hält der Preiskampf an. Seit Anfang des Jahres sind die Preise für Solarmodule von 1,50 Euro je Watt auf bis zu 0,75 Euro gefallen. Hintergrund sind Überkapazitäten, welche dazu führen, dass weniger Solarmaschinen und -fabriken bestellt werden. Doch das ist nicht das einzige Problem für Maschinenbauer wie Centrotherm und Manz. Wie BHF-Bank-Analyst Götz Fischbeck der Presse sagte, holen auch hier asiatische Anbieter auf: "Chinesische Anlagenhersteller haben bis zu 30 Prozent Marktanteil bei den großen chinesischen Herstellern erreicht. Bei den Herstellern aus zweiter und dritter Reihe sind es sogar noch mehr."

Leise Hoffnung

Aufgrund der intakten Abwärtstrends der Aktien von Solarworld, Suntech und Centrotherm sollten selbige weiterhin gemieden werden. Doch es gibt zumindest eine leise Hoffnung auf eine Gegenbewegung: Aufgrund der stark gefallenen Modulpreise erwarten Marktteilnehmer eine Jahresendrallye beim Absatz von Solaranlagen in Deutschland. Das könnte auch einigen Solaraktien vorübergehend helfen.

Der von DER AKTIONÄR empfohlene Put auf Solarworld liegt mittlerweile knapp 150 Prozent im Plus und das Short-Zertifikat auf Suntech 67 Prozent. Nun gibt es einen neue Chance: Lesen Sie hier den neuen Aktienreport.