Im Kaufrausch: Aktien und Rohstoffe
Foto: Börsenmedien AG
24.04.2019 Benedikt Kaufmann

SAP: Darum notiert die Aktie auf Allzeithoch

-%
SAP

Trotz des ersten Quartalsverlustes seit Mitte 2002 kennt die SAP-Aktie heute kein Halten. Die Aktie kletterte um knapp elf Prozent auf ein neues Allzeithoch. Vor allem die angehobene Gewinnprognose sorgt für Begeisterung bei den Anlegern – und jetzt hat auch noch Starinvestor Paul Singer zugeschlagen.

Alle Augen nach vorn

Vor allem die besseren Aussichten für 2019 und eine deutliche Steigerung der Profitabilität in den kommenden fünf Jahren versetzten die Anleger in Feierlaune. Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen durchbricht die SAP-Aktie sämtliche Widerstände und steigt auf ein neues Allzeithoch bei 112,80 Euro.

Bis 2023 versprach SAP-Chef Bill McDermott, die bereinigte operative Marge von SAP kontinuierlich um rund einen Prozentpunkt jährlich zu steigern - also insgesamt um fünf Prozentpunkte. Auch der Stellenabbau, der von 2020 an jährlich 750 bis 850 Millionen Euro einspart, soll hierzu beitragen.

Foto: Börsenmedien AG

Doch bei Kosteneinsparungen allein soll es nicht bleiben. Bis November will die Unternehmensführung Details ausarbeiten, wie alle Sparten auf Wachstum, Innovation und Effizienz getrimmt werden können. So sollen die Investitionen in Kernprodukte hochgefahren, die Entwicklungszyklen verkürzt und unternehmerische Entscheidungen schneller umgesetzt werden.

Paul Singer ist mit von der Partie

Unterstützung erhielt das Management vom aktivistischen Hedgefonds Elliott, der nach eigenen Angaben vom Mittwoch mit 1,2 Milliarden Euro an SAP beteiligt ist. SAP setze sich die richtigen Ziele, so Elliott-Gründer und Starinvestor Paul Singer. Er unterstütze die Initiativen "vollumfänglich".

Singer ist in den Chefetagen nicht immer gern gesehen, da er sich oft in strategische Fragen einmischt. Zuletzt hatte Elliott beim Energieversorger Uniper und der geplanten Aufspaltung des Stahlkonzerns Thyssenkrupp öffentlich Stimmung für seine Anliegen gemacht.

SAP-Finanzchef Luka Mucic betonte jedoch in einem Interview mit Bloomberg, dass er für aktive Investoren wie Elliott „sehr dankbar“ sei. „Wir sind in der glücklichen Position, dass eine Vielzahl von Investoren uns regelmäßig Feedback gibt, welches wir willkommen heißen und sehr ernst nehmen.“

Gewinne laufen lassen

Auch der Markt gibt heute Feedback für die Pläne des Managements. Der Kursgewinn von knapp elf Prozent gibt hier ein klares Statement ab. Mehr bleibt nicht zu sagen – außer: Gewinne laufen lassen!

Foto: Börsenmedien AG

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Krisenfest

Wir schreiben das Jahr 2020. Die Welt ist im ­Krisenmodus. Die globale Pandemie verunsichert die Menschen. Die Börsen crashen – um direkt danach wieder steil anzusteigen. Der Zustand unseres Geldsystems ist besorgniserregend. Nega­tive Zinsen und wachsende Staatsverschuldung sind an der Tagesordnung. Kurz gesagt: Vermögensaufbau und Vermögensschutz waren selten so wichtig wie heute. Aaron Koenig widmet sich in seinem neuen Buch den Fragen, welche die Anleger jetzt umtreiben: Wie schütze ich meine Erspar­nisse? Wie sichere ich mein Geld gegen eingefro­rene Konten, Enteignungen und andere finanzielle Repressionen? Welche Investmentstrategien funktionieren auch in Krisenzeiten? Koenig spannt den Bogen von passivem Einkommen über Kryptowährungen als Absicherung bis hin zu krisensicheren Kommunikationstechniken und Verschlüsselungsmethoden. Das richtige Buch zur richtigen Zeit.

Autoren: Koenig, Aaron
Seitenanzahl: 192
Erscheinungstermin: 23.07.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-660-8