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06.01.2020 Maximilian Völkl

Ørsted: Die dänische Perle

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Orsted

Dänemark ragt bei der Windkraft heraus. 47 Prozent des gesamten Stromverbrauchs entsteht in dem Land durch Windkraft. Neben dem bekannten Turbinenbauer Vestas profitert auch Ørsted, der Weltmarktführer für Offshore-Wind­kraft, vom wachsenden Klimabewusstsein. Die Pläne des Konzerns versprechen Spannung.

Über viele Jahre wurde Windkraft auf hoher See eher belächelt. Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Offshore-Strom ist konkurrenzfähig und kommt teilweise bereits ohne Fördergelder aus. Der Durchbruch gilt als unabdingbar für den Erfolg der Energiewende. An Ørsted kommt dann keiner vorbei.

Ambitionierte Ziele

Ørsted baut und betreibt vor allem Windparks auf hoher See. Das Unternehmen arbeitet aber auch intensiv an Lösungen für ein weiteres Problem. Die Stromproduktion ist von äußeren Einflüssen abhängig und nicht immer gleich hoch. Ich denke, Power-to-Gas kann hier die Lösung sein. Ørsted will so den Strom über Elektrolyseure für windarme Tage als Wasserstoff speichern. Ohne Wasserstoff seien die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreichbar, betonte Anders Nordstrom, Vize-Chef für Wasserstoff bei Ørsted im Bloomberg-Interview. Spannend: Die dänische Regierung plant sogar noch vor 2030 eine künstliche Insel mit riesigen Off­shore-Windparks zu bauen, auf der genug Strom in Wasserstoff umgewandelt werden kann, um alle dänischen Haushalte zu versorgen.

Orsted (WKN: A0NBLH)

Starker Weltmarktführer

Offshore-Wind wird immer attraktiver. Zudem könnte sich Ørsted durch die Wasserstoff-Forschung selbst Sy­nergien schaffen. Meine Meinung: eine Top-Mischung für 2020.

Dieser Text war in leicht veränderter Form Teil der Titelstory in DER AKTIONÄR 52/19, in der die Redateure ihre Favoriten für das Börsenjahr 2020 vorgestellt haben. Welche Aktien sonst auf der Liste stehen und wie die AKTIONÄR-Tipps im vergangenen Jahr abgeschnitten haben, erfahren sie hier.