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30.06.2020 Thorsten Küfner

Royal Dutch Shell: Das klingt heftig

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Royal Dutch Shell

Das ist ein Paukenschlag: Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell muss angesichts des Einbruchs der Öl- und Gaspreise Milliarden abschreiben. Für das zweite Quartal kündigte das Unternehmen Wertberichtigungen von 15 bis 22 Milliarden US-Dollar an. Ausgelöst durch die Corona-Pandemie waren die Öl- und Gaspreise aufgrund eines Nachfrageeinbruchs stark gefallen.

Shell hat deswegen seine mittel- und langfristige Einschätzung für die Rohstoffpreise und die Raffineriemargen (hier kürzte der Konzern seine langfristige Prognose um satte 30 Prozent) nach unten revidiert. Das Unternehmen ist damit nicht alleine: Auch Konkurrent BP musste seine Prognosen diesbezüglich korrigieren, was ebenfalls zu milliardenschweren Abschreibungen führen wird.

Auch das Gasgeschäft entwickelt sich schwach

Neben dem schwachen Ölmarkt leidet Shell auch unter einem stark sinkenden Gasgeschäft, vor allem bei Flüssiggas (LNG). Auch hier gingen Volumina und Preise drastisch zurück - dabei wirken sich Preisveränderungen bei LNG rund 3 bis 6 Monate zeitverzögert im Vergleich zu Öl aus. 

Dennoch sieht Analyst Biraj Borkhataria von RBC auch Lichtblicke. So fielen die prognostizierten Volumina für Öl und Gas im zweiten Quartal nicht so schwach aus wie noch im April signalisiert. Zudem habe Shell an seinem langfristigen Ölpreisausblick festgehalten. Die Quartalszahlen will Shell indes am 30. Juli vorlegen. 

Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M)

Es war klar, dass Shell an größeren Wertberichtigungen im Zuge des Ölpreisverfalls kaum vorbeikommen wird. Einige Experten waren von der Höhe etwas überrascht, weshalb die Aktie im frühen Handel knapp 2,5 Prozent abgab. Die Meldung unterstreicht einmal mehr, dass Energieaktien weiterhin nichts für Anleger mit schwachen Nerven geeignet ist. Wer die Aktie im Depot hat, sollte den Stopp bei 12,80 Euro im Auge behalten. 

Mit Material von dpa-AFX

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Shell.