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17.02.2020 Pierre Kiren

Paukenschlag bei ThyssenKrupp: Kone ist raus – trotzdem 20 Prozent Kurspotenzial

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ThyssenKrupp

Der Aktienkurs von ThyssenKrupp ist seit Jahren in einer mustergültigen Abwärtsbewegung gefangen. Einziger Hoffnungsschimmer: der Verkauf der Aufzugssparte. Jetzt sorgt eine Aussage von einem der größten Aktionäre des Unternehmens für neue Fantasie. Zudem ist eine erste Entscheidung im Bieter-Wettkampf gefallen.

Christer Gardell, Mitgründer von Großaktionär Cevian Capital, ist davon überzeugt, dass ein gutes Angebot für die Aufzugssparte großen Druck auf die Short-Positionen auslösen und die Aktien viel höher treiben könnte. „Wenn es ein Angebot geben wird, dass signifikant höher ist als in den Medien erwähnt wird, könnte der Aktienkurs weit über 20 Prozent steigen“, so Gardell in einem Interview in Stockholm.

Am Nachmittag wurde zudem bekannt, dass ThyssenKrupp eine Vorauswahl für den Verkauf seiner Aufzugssparte getroffen hat: Das Unternehmen teilte mit, es werde vorrangig mit zwei Konsortien aus Finanzinvestoren weiterverhandeln. Der Wettbewerber Kone aus Finnland, der das finanziell lukrativste Angebot abgegeben hat, ist damit erst einmal aus dem Rennen – vermutlich waren die Sorgen vor den Kartellbehörden zu groß. Noch im Rennen sind ein Konsortium aus Blackstone, Carlyle und dem Canadian Pension Plan sowie eines aus Advent und Cinven.

ThyssenKrupp (WKN: 750000)

Die ThyssenKrupp-Aktie bleibt ein heißes Eisen. Der Konzern möchte in Zukunft sein Stahlgeschäft als neues Kerngeschäft positionieren. Die Erlöse aus einem möglichen Verkauf der Aufzugssparte könnten Investitionen hierfür freisetzen. Garantiert ist der Erfolg damit zwar noch lange nicht, Spekulative Anleger können aber auf den Turnaround setzen.

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