8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
02.06.2013 Florian Westermann

Nokia-Aktie: War's das jetzt?

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DAX

Die Nokia-Aktie ist jüngst an einer zähen Widerstandszone gescheitert und im Anschluss auch noch unter eine wichtige Unterstützung gerutscht. Welche Marken sollten Anleger jetzt im Auge behalten? Und dann gibt es da auch noch ein heißes Gerücht – allerdings kein positives.

Die Widerstandszone im Bereich von drei Euro hat sich jüngst als zu hartnäckig für die Nokia-Aktie erwiesen. Schlimmer noch: Der Titel ist nicht nur an der Drei-Euro-Marke abgeprallt, sondern im Anschluss auch noch unter die Unterstützungszone zwischen 2,80 und 2,68 Euro gerutscht. Sollte jetzt auch noch die 200-Tage-Linie bei 2,58 Euro fallen, dürfte der Verkaufsdruck noch stärker werden. Der nächste Support, der vorläufig Halt bieten könnte, läge dann bei 2,50 Euro. Darunter würde erst die Marke von 2,30 Euro Unterstützung versprechen.

Gewinnwarnung voraus?

Fundamental könnte es demnächst durchaus Gegenwind geben: Wie das IT-Portal SlashGear unter Berufung auf die finnische Zeitung Taloussanomat berichtet, rechnen die Analysten der Royal Bank of Canada in den kommenden Wochen mit einer Gewinnwarnung der Finnen. Der Grund liege in den hinter den Erwartungen zurückbleibenden Lumia-Verkäufen. In der Konsequenz sehen die Analysten die operative Marge der Finnen im zweiten Quartal in der Mobilfunksparte bei minus drei Prozent. Nokia selbst hatte eine operative Marge von minus zwei Prozent (plus oder minus 4 Prozentpunkte) in Aussicht gestellt. Für das Gesamtjahr rechnen die Experten nur noch damit, dass Nokia 30 Millionen Smartphones absetzen kann. Bislang war man von 32 Millionen Geräten ausgegangen, hieß es weiter.

Immerhin: Zuletzt haben sich einige Analysten positiv geäußert. Die Experten von Grupo Santander haben ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 5,50 Euro bekräftigt. Die Analysten der Jyske Bank raten ebenfalls zum Kauf der Nokia-Aktie. Das Kursziel: 3,20 Euro. Pohjola Bank (Kursziel: 2,80 Euro) und Inderes (Kursziel: 3,00 Euro) stufen den Titel mit Akkumulieren ein.

Die Aussichten bleiben insgesamt positiv

Fundamental spricht einiges für einen Einstieg. Im Schnitt rechnen Analysten damit, dass die Finnen 2014 in die Gewinnzone zurückkehren und unter dem Strich mit einem Gewinn von 0,11 Euro pro Aktie abschließen. Die optimistischste Schätzung beläuft sich auf 0,43 Euro pro Aktie. Das KGV würde in diesem Fall gerade einmal bei 6 liegen. DER AKTIONÄR bleibt positiv gestimmt, was die langfristigen Aussichten anbelangt. Investierte Anleger sollten dennoch den Stopp bei 2,10 Euro beachten.


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