13.11.2011 Dominik Schertel

Nach Entspannung in Serbien: STADA im Analystenfokus

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Stada
Trendthema

Der Generikahersteller STADA hat am Donnerstag für gute Stimmung bei seinen Aktionären gesorgt. Neben den Neun-Monats-Zahlen machte der Konzern wegen der Einigung mit der serbischen Regierung von sich reden. Höchste Zeit für Analysten, ihre Einschätzungen zum DAX-Wert zu überarbeiten.

STADA hat am Donnerstag mitgeteilt, dass die serbische Regierung eine Patronatserklärung für die Bezahlung von Lieferungen seitens Medikamentenhersteller an staatliche Institutionen abgegeben hat. Dabei ist die Veröffentlichung der Neun-Monats-Zahlen etwas untergegangen. Das MDAX-Unternehmen steigerte seinen Umsatz auf 1,25 Milliarden Euro, während der Konzerngewinn wegen einmaliger Sondereffekte auf minus 6,5 Millionen Euro abstürzte. Die langfristigen Wachstumsziele wurden bestätigt.

"Outperformer"

Die Experten von Cheuvreux und HSBC stufen die Stada-Aktie nach diesen Meldungen mit "Outperform" ein. Das Kursziel sehen beide bei 26 Euro. Sie hätten ihr Bewertungsmodell etwas angepasst und die Gewinnschätzungen für den Arzneimittelhersteller um drei Prozent je Aktie reduziert, erklären die Analysten des französischen Bankhauses. Weniger Kurspotenzial sieht Morgan Stanley-Analyst Simon Mather, der den MDAX-Wert weiterhin mit "Equalweight" einstuft. Das Kursziel hat der Experte allerdings von 19,80 auf 21,50 Euro angehoben.

Weitere Stimmen

Während die DZ Bank, Commerzbank, Landesbank Baden-Württemberg und Bankhaus Lampe in der STADA-Aktie einen Kauf sehen, gibt es auch kritischere Töne. Der Generikahersteller habe gemischte Resultate ausgewiesen, so UBS-Analyst Marcus Bäumer. Der Experte belässt den Wert auf "Neutral" mit Kursziel 19,50 Euro. Auch Exane BNP Paribas stuft den MDAX-Wert nach Zahlen mit "Neutral" ein. Das Kursziel hat Analyst Florent Cespedes bei 23 Euro belassen.

Rallye geht weiter

Zum Wochenausklang ist es der STADA-Aktie gelungen, den horizontalen Widerstand bei 20,62 Euro zu überwinden. Mit dem Sprung über diese Hürde wurde ein neues charttechnisches Kaufsignal generiert, was der Aufwärtsbewegung zusätzliche Dynamik verleihen dürfte. Aufgrund seiner Volatilität eignet sich das Papier derzeit allerdings nur für Trader.