11.05.2020 Alfred Maydorn

Experte warnt vor Kurseinbruch: Das Schlimmste kommt erst noch

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S&P 500

Aus der aktuellen Ausgabe des Newsletters maydornsmeinung: Die Arbeitslosenquote in den USA ist im April auf 14,7 Prozent in die Höhe geschnellt, der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem zweiten Weltkrieg. Und dennoch ist der Dow Jones am Freitag um über 400 Punkte gestiegen. Wie passt das zusammen? Kann das gut gehen? Nein, sagt der Chef-Stratege der Investmentfirma The Leuthold Group, Doug Ramsey. Er ist der Überzeugung, dass das Niveau des Aktienmarktes angesichts der Schwere der wirtschaftlichen Lage deutlich zu hoch sei. Es könne folglich zu einem „noch schlimmeren Ausverkauf“ kommen.

32 bis 46 Prozent Rückschlagpotenzial

„Die Bewertungen im S&P 500 sind 30 bis 40 Prozent höher als zu Zeiten der Tiefststände im Jahr 2002“, sagt Ramsey. Wenn der S&P 500 das Bewertungsniveau erreichen sollte, dass er normalerweise auf dem Höhepunkt eines Bärenmarktes hat, dann müsse er im Vergleich zu den Kursen von Ende April um 46 Prozent fallen. Und selbst wenn man den absoluten Bewertungshöchstwert eines Ausverkaufstiefs heranziehe, läge das Abwärtspotenzial laut Ramsey noch immer bei 32 Prozent.

Der große Unterschied

Mit seiner Warnung ist Ramsey nicht allein. Viele Experten warnen in diesen Tagen vor der massiven Divergenz, die sich zwischen Realwirtschaft und Aktienmarkt ausgebildet hat. Aber was sie dabei nicht berücksichtigen, ist die zeitliche Komponente. Diese Krise, so schlimm sie auch ist, kann sehr schnell beendet werden. Genau genommen können wir sie selbst beenden, in dem ganz einfach die Lockdowns wieder aufgehoben werden. So etwas gab es bei keiner der vorangegangenen Krisen. Und genau diese Aussicht auf eine sehr schnelle Erholung ist es, was an der Börse gerade „gespielt“ wird. Und die Börse läuft bekanntlich 6 bis 12 Monate vorweg.

Welche Gefahr ist die größere?

Natürlich kann diese Spekulation schiefgehen und sich herausstellen, dass es doch nicht so schnell geht mit der Erholung. Aber was, wenn in 12 Monaten wirklich wieder fast alles so ist wie vor Corona? Dann werden die Kurse weiter steigen – und zwar eben nicht erst in 12 Monaten, sondern jetzt. Ich denke, die Gefahr der vielen Pessimisten und der auf Liquiditätsbergen sitzenden Investoren, weiter steigende Kurse zu verpassen, ist deutlich größer als die eines „noch größeren Kursrückschlags. Tatsächlich hoffen nicht wenige sogar genau darauf.

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