Neue Top-Titel für das AKTIONÄR-Depot
Foto: Imago
26.11.2021 Fabian Strebin

Deutsche Bank und Commerzbank: Brutaler Absturz wegen Corona

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Deutsche Bank

Noch gestern drehten die Kurse von Commerzbank und Deutscher Bank nach oben, denn die neue Regierung plant offenbar kein befürchtetes Verbot der Provisionen in der Anlageberatung. Nun schlägt die Sorge um eine eskalierende Corona-Situation allerdings voll durch. In Südafrika wurde eine neue Mutation des Virus entdeckt, mehrere Länder reagieren bereits mit Einreisebeschränkungen. Zudem rückt ein Lockdown in Deutschland immer näher. Die Banktitel werden stark abverkauft.

Das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD teilte am Donnerstag mit, es seien in Südafrika erste Fälle der neuen Variante B.1.1.529 nachgewiesen worden. Experten befürchten, dass die neue Mutation hoch ansteckend sein könnte und den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte.

Großbritannien und Israel schränkten deswegen vorsorglich den Flugverkehr in die Staaten der Region ein. In Deutschland zählt Südafrika nun als Virusvariantengebiet, ab heute Nacht dürften Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, so der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Lockdown bahnt sich an

Gleichzeitig wird die Lage in Deutschland immer kritischer, die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stieg diese Woche weiter an. Eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet laut verschiedener Umfragen stärkere Einschränkungen, in mehreren Bundesländern bliebe dann nur noch ein Lockdown für die gesamte Bevölkerung.

Anleger verkaufen Risikopositionen

An der Börse reduzieren Anleger daher ihre konjunkturabhängigen Positionen und dazu gehören auch Banktitel. Zwar sind für den Fall wochenlanger Schließungen wieder Hilfsgelder des Staates wahrscheinlich und so wären die Banken abermals vor möglichen Kreditausfällen vorerst abgeschirmt. Aber die Auswirkungen lassen sich nur schwer beziffern und die Unsicherheit ist derzeit hoch.

Deutsche Bank (WKN: 514000)
Commerzbank (WKN: CBK100)

Die Aufwärtsbewegung bei Deutscher Bank und Commerzbank dürfte vorerst gestoppt sein, bevor mehr Klarheit herrscht, wie es nun weitergeht. Investierte bleiben dabei und beachten die Stopps bei 5,50 Euro (Commerzbank) und 9,00 Euro (Deutsche Bank). Beide Empfehlungen befinden sich satt im Plus und die Perspektiven für nächstes Jahr sind positiv. Ein Neueinstieg ist derzeit aber aufgrund des Corona-Umfeldes und der Chartbilder kein Thema.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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