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19.02.2016 Werner Sperber

Deutsche Bank: Die Skandalbank bietet Chancen; Börsenwelt Presseschau

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Die Fachleute der Actien-Börse sagen, die Deutsche Bank AG ist ebenso skandalbehaftet wie die Volkswagen AG. Derzeit ist allerdings schon wieder die gesamte Banken-Branche in der Krise und sie muss beweisen, glaubwürdig und schuldenfähig zu sein. Ob das gelingt, ist an den Kursen für die sogenannten CoCos abzulesen (Anmerkung der Redaktion: Diese Contingent Convertible Bonds sind nachrangige Anleihen, welche beim Eintreten bestimmter festgelegter Bedingungen, faktisch im Krisenfall, zwangsweise in Aktien umgewandelt werden und bilanztechnisch als zusätzliches Eigenkapital gelten.). Der Kursrutsch der Aktie der Deutschen Bank von 21 auf 13 Euro wiederum ist auf britische Leerverkäufer zurückzuführen, welche eine Short-Position von 1,7 bis 1,9 Milliarden Euro beziehungsweise neun Prozent des Börsenwertes der Bank aufgebaut haben. Das erinnert an die Angriffe von Hedgefonds im Jahr 2008 auf die bankrotte Bank Lehman Brothers. In Deutschland könnte höchstens die Bundesbank einen solchen Angriff auf die Deutsche Bank abwehren – und das auch nur theoretisch. Deshalb ist es wichtig, die Deutsche Bank neu aufzustellen, wozu ein Bankier nötig ist und keine Banker, wie die früheren Co-Vorstandsvorsitzenden Jain und Dr. Fitschen. Trotz all dieser Risiken ist die Aktie dennoch eine Spekulation wert, schließlich erholt sich derzeit der gesamte deutsche Markt. Vielleicht entwickelt sich mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden John Cryan daraus eine Spekulation auf die Trendwende mit einer neuen Bankenstrategie. Das erste Kursziel beträgt 20 Euro.

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