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05.11.2020 Marion Schlegel

Corona-Impfstoff-Hoffnungsträger: BioNTech-Wettbewerber AstraZeneca verfehlt die Erwartungen

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Astrazeneca

Nach klaren Zuwächsen im ersten Halbjahr hat die Corona-Pandemie im dritten Quartal die Geschäfte beim Pharmakonzern AstraZeneca ins Stocken gebracht. So schlug sich negativ nieder, dass in diesem Zeitraum generell weniger Patienten behandelt wurden. Gleichzeitig waren Kosten etwa für die Vermarktung von Medikamenten gestiegen, sowie für Hygienemaßnahmen und die Forschung und Entwicklung.

Astrazeneca (WKN: 886455)

Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) ging in der Folge um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 0,94 US-Dollar zurück, wie die Briten am Donnerstag in Cambridge mitteilten. Analysten hatten hingegen mehr erwartet.

Zwischen Juli und September legte der Umsatz zwar angetrieben vor allem von neuen Medikamenten und Krebstherapien wie dem Flaggschiff Tagrisso um drei Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Dollar zu – doch war auch dies eine deutliche Verlangsamung im Vergleich zur ersten Jahreshälfte. Das Management sieht sich gleichwohl auf einem guten Weg zu seinen Jahresprognosen. Konzernchef Pascal Soriot stellte die Anleger dabei darauf ein, dass Zuwächse etwa bei den Einnahmen aus Kooperationen voraussichtlich im vierten Quartal anfallen dürften.

Die Arbeiten an einem Covid-19-Impfstoff kommen laut dem Konzern unterdessen voran. AstraZenecas Impfstoff-Kandidat, der zusammen mit der Universität Oxford entwickelt wird, befindet sich in der letzten Phase der klinischen Tests. Der Konzern hatte die klinische Forschung Anfang September vorübergehend gestoppt, nachdem bei einem Teilnehmer aus Großbritannien gesundheitliche Probleme aufgetreten waren. Inzwischen wurden die Tests aber wieder aufgenommen.

Die Aktie von AstraZeneca liegt am Donnerstagmorgen im Zuge der Quartalszahlen leicht im Minus. In den Tagen zuvor konnte das Papier aber auch gut zulegen. Im Fokus steht nun aber ganz klar der Corona-Impfstoff. Gelingt hier der Durchbruch, dürfte dies der Aktie neuen Schwung verleihen. Auch die deutsche BioNTech befindet sich bereits in der letzten Phase. Hier könnte sich ein Erfolg im Vergleich zum großen Pharmakonzern noch deutlicher auf den Kurs der Aktie auswirken.

BioNTech (WKN: A2PSR2)

Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BioNTech.

(Mit Material von dpa-AFX)

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