Twitter: 35% Turbo für AKTIONÄR-Leser – und jetzt?
Foto: Börsenmedien AG
20.11.2013 Andreas Deutsch

Commerzbank und Co: Bloß raus hier

-%
DAX

Die Aktie der Commerzbank steht am Mittwoch im Fokus der Anleger. Das Papier gehört zu den größten Verlierern im DAX. Grund ist eine negative Studie der Berenberg Bank. Analyst Andrew Lowe lässt auch anderen Bank-Aktien kein gutes Haar.

Laut Lowe haben Anleger Commerzbank-Aktien gekauft, um damit überdurchschnittlich von einer Erholung der Eurozone profitieren zu können. Allerdings wiesen die Titel aktienspezifische Risiken auf und sähen teuer aus. Zudem spiegele der Kursanstieg nicht die gesenkten Gewinnschätzungen der Analysten im zweiten Halbjahr 2013 wider. Insofern könnten Investoren beginnen, sich nach anderen Papieren umzuschauen. Lowe sieht das Kursziel für die Commerzbank-Aktie bei 6,60 Euro.

UBS statt Credit Suisse

Auf kurze Sicht riet Lowe zum Beispiel, die Papiere der UBS zu erwerben und im Gegenzug die Titel der Credit Suisse leer zu verkaufen. Die Aktien der UBS hätten in den letzten zwei Monaten den Anteilsscheinen der Credit Suisse um zehn Prozent hinterhergehinkt. Die UBS-Papiere verdienten aber einen höheren Bewertungsaufschlag. Denn zum einen könne sich das Finanzinstitut besser den schärferen Eigenkapitalanforderungen anpassen. Zum anderen dürfte die UBS von ihrer stärkeren Ausrichtung auf das hochprofitable Vermögensmanagement profitieren.

Foto: Börsenmedien AG

BNP Paribas statt Societe Generale


Eine weitere Alternative sei, auf kurze Sicht die Titel der BNP Paribas zu kaufen und die Papiere der Societe Generale leer zu verkaufen. Für BNP sprächen drei Argumente: So verfüge das Institut über eine bessere Kapitalausstattung als die Societe Generale. Zudem bestehe vor der Bilanzprüfung durch die Europäische Zentralbank ein geringeres Risiko, dass BNP Paribas eine höhere Risikovorsorge betreiben müsse. Ferner habe sich nach dem Einstieg bei der Finanzgruppe Fortis die Aussicht auf steigende Gewinnprognosen verbessert.

Ob es sich lohnt, bei der Commerzbank einzusteigen oder ob aktuell eher die Bank of Ireland oder die Alpha Bank vorzuziehen sind, erfahren Sie im aktuellen Aktienreport Commerzbank und Co: Europas heißeste Bankaktien.

Mit Material von dpa-AFX

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
DAX - Pkt.
Commerzbank - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8