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26.01.2016 Werner Sperber

Commerzbank: Analysten raten zum "Verkaufen"

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Erholung, das ist das höchste der Gefühle, welches die Analysten den Aktionären der Commerzbank zugestehen möchten. Entsprechend sind ihre Ratschläge für die Anleger.

James Chappell, Analyst der Bank Berenberg, gibt der Commerzbank beziehungsweise den Aktien wenig Kredit. Er erinnert an die unterdurchschnittliche Kursentwicklung aller Bankaktien in den vergangenen drei Monaten und hält deswegen eine Erholung für möglich. Eine nachhaltig überdurchschnittliche Kursentwicklung sei jedoch wegen der fundamentalen Aussichten unwahrscheinlich. Aktionäre der Commerzbank sollten ihre Anteile "Verkaufen". Das Kursziel beträgt 8,50 Euro.

Markus Rießelmann, Analyst von Independent Research, hält den jüngsten Kursrückgang zwar für übertrieben, was die Bewertung der Aktie aber sinken ließ. Doch gebe es kein klares Aufwärtspotenzial. Deshalb bestätigte er zwar seinen Rat, "Halten", senkte jedoch sein Kursziel von 10,20 auf 8,50 Euro.

Jernej Omahen, Analyst der US-Bank Goldman Sachs, reduzierte seine Gewinnschätzungen für alle europäischen Banken, weil sich die Erträge und das Geschäft mit Anleihen nun schlechter als bislang von ihm erwartet entwickeln dürften. Für die meisten Institute würden wenigstens die Risiken durch (gesetzgeberisches) Eingreifen von Politikern und Institutionen geringer. Für die Anteilseigner der Commerzbank bleibt Omahen bei seiner Empfehlung "Verkaufen" und seinem Kursziel von zehn Euro. Charttechnisch sind die nächsten Unterstützungen die (Rekord)-Tiefs von Mai und Juli 2013 bei 6,80 und 5,55 Euro.

DER AKTIONÄR hält den Kurseinbruch der Commerzbank für übertrieben. Risikobereite, investierte Aktionäre sollten deshalb den Stoppkurs bei 6,90 Euro beachten. 

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