Coinbase will mehr sein als ein reiner Handelsplatz für Bitcoin und Co. Das US-Unternehmen nimmt jetzt physische Sammlerstücke ins Visier. Künftig sollen Nutzer auf der Plattform digitale Pokémon-Kartenpacks öffnen können, die durch reale Karten gedeckt sind.
Am 28. September gab Coinbase eine erste Vorschau auf das neue Feature. Das Prinzip ist einfach gehalten: Nutzer kaufen und öffnen Packs direkt auf dem Smartphone. Jede gezogene Karte existiert tatsächlich in der realen Welt. Danach entscheiden die Kunden selbst: Entweder verbleibt das Sammlerstück in einem gesicherten Tresor, oder Coinbase schickt die Karte per Post nach Hause.
Your binder is about to get a major upgrade.
— Coinbase 🛡️ (@coinbase) September 28, 2026
Rip packs on your phone.
Every pull backed by a real, physical card.
Vault it or ship it.
Soon on Coinbase. pic.twitter.com/Utfwq30DSj
Einen genauen Starttermin nannte der Konzern bisher nicht. Die Einführung erfolge „bald“. Auf den Kommentar eines Nutzers, ob es sich um „Pokémon-Packs auf der Chain“ handele, antwortete Coinbase knapp: „Du hast es verstanden.“ Welche Blockchain zum Einsatz kommt und wie die Eigentumsrechte technisch verbrieft werden, ließ das Unternehmen noch offen.
Die Strategie der „Everything Exchange“
Hinter dem Vorstoß steht ein klarer Plan. Coinbase bezeichnet sich selbst zunehmend als „Everything Exchange“. Das Ziel: Nutzer sollen alle denkbaren Anlageklassen auf einer einzigen Plattform handeln können.
Der Grund: Das Geschäft mit klassischen Kryptowährungen ist volatil. Sammelobjekte bieten dagegen stabile, loyale Zielgruppen. Während traditionelle Krypto-Händler auf Kursbewegungen spekulieren, suchen Sammler seltene Stücke.
Ganz neu ist das Modell in der Krypto-Welt allerdings nicht. Plattformen wie Collector Crypt bieten bereits digitalisierte Pokémon-Karten an. Nutzer können die Karten dort digital tauschen. Wer das physische Objekt besitzen will, zahlt die Lieferkosten in Dollar und lässt das digitale Zertifikat vernichten.
Coinbase nutzt seine Reichweite, um den wachsenden Markt für tokenisierte Realwerte (Real World Assets) zu testen. Pokémon-Karten sind dabei ein idealer Testlauf: Die Marke zieht weltweit Millionen Fans an, seltene Karten erzielen regelmäßig Spitzenpreise. Anleger bleiben an Bord.
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