30.10.2019 Andreas Deutsch

Amazon: Dieser Prime-Service könnte der Konkurrenz richtig wehtun

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Amazon lässt nichts unversucht, die Wettbewerber im Einzelhandel unter Druck zu setzen. Nun geht der E-Commerce-Gigant den nächsten Schritt: Amazon senkt die Gebühren für seinen Lebensmittellieferdienst Amazon Fresh. Ein neues Lieferangebot gibt es auch von der Amazon-Tochter Whole Foods. Die Aktie holt immer noch Luft.

Amazon Fresh wird nun Teil der Standard-Prime-Mitgliedschaft. Dies gab der Konzern am Dienstag bekannt. Zuvor mussten Prime-Mitglieder monatlich zusätzliche 15 Dollar für die Lieferung von Lebensmitteln (Online-Food-Delivery) via Amazon Fresh bezahlen. Die bestellten Waren sollen innerhalb von einer Stunde bei den Kunden sein.

Auch bei seiner Tochterfirma Whole Foods setzt Amazon verstärkt auf Delivery. Bei Bestellungen ab 35 Dollar bei Whole Foods in 90 Städten zahlen die Kunden keine Gebühr. Die Lieferung erfolgt innerhalb von zwei Stunden. 

Die Schritte sind eine volle Breitseite gegen große Konkurrenten wie Target und Walmart. Die Wettbewerber setzen ebenfalls auf schnelle Lieferung von Lebensmitteln. Walmart gab im September bekannt, den Lieferservice auf 1.400 Filialen in den USA auszuweiten. Der Preis: 98 Dollar jährlich.

Online-Food-Delivery ist in den USA ein stark wachsendes Geschäft. Laut einer Analyse von Statista werden die Amerikaner 2019 voraussichtlich für 19,6 Milliarden Euro Lebensmittel über das Internet bestellen. Für 2023 werden bereits Bestellungen in Höhe von 25 Milliarden Euro erwartet.

Amazon.com (WKN: 906866)

Amazon stärkt durch die Maßnahmen nicht nur seine Position bei Online-Food-Delivery. Der Konzern macht den Kunden eine Prime-Mitgliedschaft noch schmackhafter. Diese Kundenbindung ist für Amazon Gold wert, weil Prime-Kunden in der Regel deutlich mehr bestellen als Nicht-Prime-Kunden. DER AKTIONÄR bleibt dabei: Die aktuelle Kursschwäche der Amazon-Aktie ist eine Top-Kaufchance für Langfrist-Anleger.