25.03.2019 Thomas Bergmann

Allianz: Was ist dran an den Gerüchten?

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Ende Februar machten Spekulationen die Runde, dass der Münchner Versicherer an einem Einstieg in die Versicherungs-Sparte der spanischen Bank BBVA interessiert sei. Jetzt sind die Gerüchte erneut hochgekocht. Den Informationen nach soll die Entscheidung schon im zweiten Quartal fallen.

Sowohl die Allianz als auch die italienische Generali haben für einige Versicherungsgeschäfte von Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) Angebote unterbreitet, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Die Vermögenswerte umfassten nicht das Lebensversicherungsgeschäft von BBVA, sondern Bereiche überwiegend in Lateinamerika, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Deren Wert wird auf 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt.

Nach Informationen einer anderen Person soll die BBVA den Käufer im zweiten Quartal auswählen. Allerdings gehen die Gespräche zunächst in eine zweite Bieterrunde, in der auch andere Bieter Gebote abgeben könnten.

Neuer Vertriebskanal in Spanien?

Bereits im Februar gab es die Gerüchte über einen Einstieg der Allianz bei der BBVA. Damals hieß es, dass der Konzern einen neuen Vertriebskanal in Spanien aufbauen möchte, nachdem der Zugang über den bisherigen Partner Banco Popular geschlossen wurde. Die Bank wurde vom größeren Konkurrenten Santander aufgefangen und verkauft seitdem Policen von dessen Versicherungspartner Aegon.

Eine Übernahme in dieser Größenordnung sollte für die Allianz kein Problem darstellen. Ein Kaufpreis von zehn Milliarden Euro sei ohne Kapitalerhöhung für den Versicherer zu stemmen, so Finanzchef Terzariol vor wenigen Wochen. Konzernchef Oliver Bäte betonte immer wieder, dass man nicht jeden Preis zahle, sodass auch unter Rentabilitätsgesichtspunkten keine Gefahr droht. An der Einschätzung des AKTIONÄR zur Allianz ändert sich deshalb nichts. Kaufen und liegen lassen!

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Allianz.