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29.05.2020 Martin Mrowka

Airbus: Jetzt auch noch das!

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Airbus

Die Coronakrise zwingt den Flugzeugbauer zu massiven Produktionskürzungen, Fluggesellschaften stornieren Aufträge oder wollen bestellte Flieger später. Die Airbus-Aktie hat seit ihrem Allzeithoch im Januar zeitweise mehr als 60 Prozent verloren. Nun senkt auch noch eine Ratingagentur den Daumen für Airbus.

Ende März setzte Standard & Poor's (S&P) Airbus auf seine Beobachtungsliste, nun stuft die Agentur das Rating für Airbus von A+ auf A herab. Die Analysten erwarten für 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie einen Umsatzrückgang um rund 30 Prozent. Zudem rechnen sie mit einer deutlich geschwächten Ertragskraft, einem Mittelabfluss von bis zu 12 Milliarden Euro und einer Nettoverschuldung des Flugzeugbauers. Den Ausblick stuft S&P mit "negativ" ein.

An der Börse sorgt das am Freitag für Verkäufe. Die Airbus-Aktie sackt am Vormittag um mehr als drei Prozent auf 58,22 Euro ab und gehört damit zu den schwächsten Werten im MDAX. Nun wackelt ein kurzfristiger Aufwärtstrend, der sich seit dem Tief bei 48,24 Euro Mitte Mai gebildet hat.

Airbus (WKN: 938914)

Es droht der Rückfall unter die gleitende 50-Tage-Linie bei 56,06 Euro und das Durchrutschen auf die Unterstützungszone bei 48 Euro. Ihren Tiefstand hatte die Airbus-Aktie im März bei 47,70 Euro.

Kurzfristig scheint Besserung nicht in Sicht. Glaubt man den Experten der Ratingagentur, wird sich der Cashflow des Konzerns erst ab 2021 stabilisieren, heißt es bei S&P in ihrem Basisszenario.

Der negative Ausblick spiegele die Unsicherheiten ihrer Annahmen wider, vor allem mit Blick auf die Notwendigkeit weiterer Produktionskürzungen und stärkerer Restrukturierungsanstrengungen. In diesem Szenario erwartet S&P, dass Airbus in den kommenden zwei Jahren keinen positiven freien Cashflow generieren wird.

Erst wenn der Flugverkehr wieder deutlich anzieht und die Fluggesellschaften absehen können, wieviele Flieger sie in welchem Zeitraum benötigen, dürfte die Airbus-Aktie sich wieder nachhaltig erholen.  DER AKTIONÄR hatte in der jüngsten Schwächeperiode mutigen Anlegern empfohlen, das sehr niedrige Kursniveau zum Aufbau erster Positionen bei Airbus zu nutzen. Sie können dabei bleiben, sichern ihre Position aber mit einem Stopp knapp unterhalb des Korrekturtiefs bei 47,70 Euro ab. Alle anderen warten besser mit Käufen weiterhin ab.

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