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22.09.2016 Thomas Bergmann

7:3 - Yellen setzt sich durch - DAX vor Jahresendrallye

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Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) hat am Mittwochabend den Leitzins unverändert gelassen. Mit 7:3 stimmten die Notenbanker für eine Beibehaltung der aktuellen Geldpolitik. Die Börsen reagierten positiv: Die Wall Street verzeichnete auf breiter Front Kursgewinne - die Nasdaq schloss auf einem neuen Rekordhoch. Auch in Asien geht es vielerorts mit den Kursen nach oben. Einzig in Japan tut sich nicht - dort ist Feiertag.

In ihrem Statement zur Fed-Entscheidung hat Notenbankchefin Yellen darauf hingewiesen, dass die Argumente für eine Zinserhöhung zugenommen hätten. Sollten die Arbeitsmarktdaten anzeigen, dass sich die US-Wirtschaft der Vollbeschäftigung nähert, und keine neuen Risiken auftauchten, wird es aller Voraussicht nach in diesem Jahr eine Zinserhöhung geben.

Drei Abweichler

Anders als bei der letzten Abstimmung im FOMC hätten drei Mitglieder gerne bereits gestern den Leitzins erhöht, nachdem es im Juli mit Esther George lediglich einen Abweichler gegeben hatte. Die Mehrheit zog dagegen ein weiteres Abwarten wohl auch deshalb vor, weil ein Zinsschritt zu diesem Zeitpunkt womöglich zu größeren Turbulenzen an den Finanzmärkten hätte führen können.

Es ist zu erwarten, dass die Fed den Leitzins am 14. Dezember anheben wird, und somit erst nach den Präsidentschafts- und Kongresswahlen in den USA. Dies allerdings auch nur dann, wenn bis dahin die Situation an den Finanzmärkten stabil bleibt und sich die (globalen) Konjunkturperspektiven nicht stark eintrüben. Ansonsten wird die Fed die nächste Zinsanhebung auf 2017 verschieben.

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Der DAX startet am Donnerstag wie erwartet freundlich in den Handelstag. Das Abstauberlimit für den Schein mit der WKN DG0LSX kann daher gelöscht werden. Abonnenten des AKTIONÄR bekommen gleich eine Mail mit einer Neuempfehlung.

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