Der DAX startet nahezu unverändert in die neue Handelswoche und behauptet die Marke von 25.000 Punkten – und das, obwohl es im Nahen Osten erneut Eskalationszeichen gibt und die Ölpreise wieder anziehen.
Rückenwind kommt weiterhin von einer starken Wall Street, wo Chipaktien im Rallymodus bleiben und auch die zuletzt gebeutelten Softwarewerte wieder zulegen. Im Blick bleibt das Allzeithoch bei 25.500 Punkten – am Mittwoch könnten die Zahlen von Broadcom für neuen Schwung sorgen.
Topgewinner im DAX ist Siemens Energy: Goldman Sachs hat die Aktie auf den European Conviction List Director's Cut gesetzt und rechnet mit angehobenen Mittelfristzielen sowie einer neuen Ausschüttungspolitik. Strukturelle Treiber wie der steigende Strombedarf durch KI-Rechenzentren und massive Investitionen in Netztechnologie sprechen weiter für den Konzern – die 200-Euro-Marke rückt mittelfristig in Reichweite.
Auch SAP setzt seine Erholungsrally fort und legt rund zwei Prozent zu. Nach den jüngsten Zahlen von Snowflake und Salesforce zeigt sich, wie viel Disruptions-Angst bereits eingepreist ist – schon kleine positive Impulse reichen für steigende Kurse.
Der Sprung über 160 Euro wäre das nächste wichtige charttechnische Signal. Bei der DHL Group hebt das Bankhaus Metzler das Kursziel von 57 auf 61 Euro an und bestätigt die Kaufempfehlung – rund 20 Prozent Luft nach oben. Ein Ausbruch über das 52-Wochenhoch könnte den Weg in Richtung 60 Euro freimachen.
Bei Rheinmetall fehlt noch der Sprung über die wichtige 1.300-Euro-Marke, ein neuer Milliardenauftrag der Bundeswehr stützt aber die Story. Die Lufthansa notiert nach den jüngsten Gewinnen leicht im Minus – im Branchenfokus stehen Übernahmegerüchte rund um den britischen Rivalen Easyjet.
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