Die Wall Street startet schwach, vor allem der Techsektor gerät nach den jüngsten Verlusten weiter unter Druck. Der Nasdaq-Future liegt rund ein Prozent im Minus, auch der S&P 500 schwächelt, während sich der Dow Jones vergleichsweise stabil hält. Nach den Rückgängen in Asien und den schwächeren Kursen in Europa setzt sich die Risikoaversion damit fort.
Im Fokus stehen erneut Microsoft und Apple. Beide Werte leiden unter der anhaltenden Debatte um hohe Bewertungen, steigende Kosten und die Belastung durch teure Speicherchips. Microsoft rutscht dabei auf ein Mehrjahrestief, bei Apple kommt nach dem kräftigen Rückgang vom Vortag kaum Ruhe in die Aktie. Auch Netflix bleibt wegen der Bewertung und der hohen Investitionen ein Thema.
Unter Druck steht außerdem Bitcoin, der unter die Marke von 60.000 Dollar gefallen ist. Bei den Speicherchip-Werten zeigt sich dagegen weiter Stärke: Micron und Sandisk profitieren von der knappen Angebotslage und der anhaltenden Preissetzungsmacht im Sektor. Zu den positiven Ausreißern zählt BlackBerry, das mit besseren Zahlen, einer erhöhten Prognose und neuer Fantasie rund um QNX und physical AI überzeugt. Rocket Lab erhält zudem zwei NASA-Missionen und sammelt damit frische Fantasie für das Weltraum-Geschäft.
Martin Weiß, stellvertretender Chefredakteur von DER AKTIONÄR, kennt die Indikationen für den heutigen Handelstag.
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