Nach dem langen Pfingstwochenende und dem Feiertagshandel ohne US-Beteiligung blickt die Börse auf eine spannende Gemengelage: Der DAX kratzte gestern dank Friedenshoffnungen im Nahen Osten an einem neuen Allzeithoch und legte 2 Prozent zu, doch heute morgen tritt der Markt erstmal auf die Bremse.
Grund: Trotz Trumps Ankündigung eines Rahmenabkommens mit Teheran sorgt ein neuer US-Militärschlag in der Straße von Hormuz für Verunsicherung. Der DAX wird 0,3 Prozent schwächer erwartet.
Im Fokus heute der Übernahmekampf um Delivery Hero: Uber hat ein Angebot von 33 Euro vorgelegt – doch das liegt bereits unter dem aktuellen Kurs. Konkurrent DoorDash soll laut Spekulationen bei rund 40 Euro mitbieten. Die Aktie hat sich in nur 11 Handelstagen nahezu verdoppelt. Profiteure der Friedenshoffnung waren gestern auch die Luftfahrt- und Reisewerte: MTU (+6 %) führte den DAX an, Lufthansa (+3,6 %) und TUI (+5 %) zogen kräftig mit. Bei Airbus überlagerten die positiven Vorzeichen sogar die Nachricht über Lieferverzögerungen bei zwölf A350-Langstreckenjets für Qantas, die sich um ein halbes Jahr ins Jahr 2027 verschieben.
Schatten dagegen bei Bayer: In Brasilien klagt die Staatsanwaltschaft auf ein komplettes Glyphosat-Verbot – ein weiteres Damoklesschwert für den Konzern und seine Tochter Crop Science. Und der größte Knaller könnte bald aus den USA kommen: SpaceX plant Mitte Juni den größten Börsengang aller Zeiten – angestrebte Bewertung 2 Billionen Dollar, Emissionserlös bis zu 80 Milliarden Dollar.
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