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02.06.2021 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Wenn die Inflation steigt, dann...

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Deutsche Bank

Die Skepsis gegenüber dem Investmentbanking der Deutschen Bank herrscht immer noch vor. Nachdem die Sparte im vergangenen Jahr den Großteil des Gewinns einfuhr, sprachen viele Pessimisten von der hohen Abhängigkeit, die der Konzern damit eingehe. Die positive Entwicklung am Kapitalmarkt werde bald abebben. Doch das Gegenteil ist passiert: Im April wurde die Prognose für 2021 vom Vorstand erhöht. Die Aktie steigt heute weiter, eine nochmalige Erhöhung der Jahresziele wäre eine Sensation. Undenkbar ist das aber nicht.

CEO Christian Sewing bestätigte gestern auf einer virtuellen Konferenz der Bank das Umsatzziel für 2021. Demnach wolle man „sehr nahe“ an den Erlösen von 24,0 Milliarden Euro, die vergangenes Jahr eingefahren wurden, landen. Trotz „volumenabhängigem“ Kostendruck hält der Vorstand an den mittelfristigen Zielen des Geldhauses, die eine Eigenkapitalrendite von acht Prozent beinhalten, fest.

Positiver Trend besteht fort

Konkret wurde er beim Vorsteuergewinn in den einzelnen Sparten: Dort habe der positive Trend von vergangenem Jahr bis heute angehalten. „Wir sind auf einem guten Weg, die mittelfristigen Ziele der Bank zu erreichen“, so Sewing. Der Rückenwind aus dem Handel, der die Banken seit Ende 2019 beflügelt hatte, hält auch in diesem Jahr an und veranlasste die Deutsche Bank dazu, ihren Ausblick für das Gesamtjahr mit der Verkündung der Q1-Zahlen im April anzuheben.

Auf die Zinsen kommt es an

Bisher konzentriert sich bei der Deutschen Bank alles auf das Investmentbanking. In den zinsabhängigen Segmenten werden indes immer mehr Einlagen mit Strafzinsen bepreist, sodass der Gegenwind für die Bank abnimmt. Gleichzeitig steigen die Renditen tendenziell am langen Ende. Wächst die Wirtschaft stärker als gedacht und zieht die Inflation weiter an, dann könnte es auch außerhalb des Investmentbanking besser laufen und eine weitere Prognoseerhöhung wäre möglich.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Die Probleme in den USA treten in den Hintergrund und die Aktie gibt weiter Gas in Richtung der Marke von 13,00 Euro. Trader können weiter zugreifen, ebenso wie mutige Anleger, die eine höhere Volatilität ertragen. Charttechnisch sieht es zumindest aktuell positiv aus, gestern wurde bei 12,47 Euro ein Dreijahreshoch erreicht.