18.11.2015 Nikolas Kessler

DAX rutscht kurz vor Handelsschluss ins Minus: Aixtron, Koenig & Bauer, Kion, H&R, Infineon, Daimler, Apple und Spiele-Aktien im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Erneute Ängste vor Terror-Attacken haben dem DAX am Mittwoch letztlich wenig anhaben können. Nach schwachem Start schaffte es der deutsche Leitindex zeitweise sogar knapp ins Plus, bevor er letztlich 0,10 Prozent tiefer bei 10.959 Punkten aus dem Handel ging. "Die verschärfte Sicherheitslage in Europa ist durchaus beängstigend", schrieb Marktanalyst Christian Henke vom Broker IG. "Dennoch lassen sich die Aktienmärkte davon nicht anstecken."

Der gestrige Terroralarm in Hannover, die Bombendrohungen gegen zwei Air-France-Flugzeuge und die jüngste Polizeirazzia in Paris hatten keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Aktienkurse. Bereits zum Wochenauftakt hatte der Dax den Anschlägen in Paris vom Freitagabend getrotzt und wenig verändert geschlossen. Am Dienstag legte er dank optimistischer Wirtschaftserwartungen für Deutschland und des schwachen Euro sogar um fast zweieinhalb Prozent zu.

Der MDAX mittelgroßer Werte verlor am Mittwoch 0,16 Prozent auf 21.138 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDAX sank um 0,25 Prozent auf 1.818 Punkte.

Schröders-Nebenwerte-Watchlist: Aixtron, Koenig & Bauer, Kion und H&R - so geht Kursrallye!

Aixtron, Koenig & Bauer, Kion und H&R: Das Quartett steht schon länger im Fokus der Anleger – nicht ohne Grund. Alle vier Werte befinden sich im Aufwind, können mitunter deutlich an Wert zulegen. Was sind die Gründe für die Zuwächse? Wo liegen mögliche Kursziele? Die Antworten gibt Nebenwerte-Experte Michael Schröder im Interview mit dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen.

Infineon verliert den Bieterwettstreit – Aktie steigt

Die geplatzte Übernahme des US-Konkurrenten Fairchild ist bei den Infineon-Anlegern am Mittwoch erstaunlich gut angekommen. Zuvor hatte ein Kommentar der Commerzbank bereits für positive Stimmung gesorgt. Die Aktie gehört zu den Top-Gewinnern im DAX.

Daimler, BMW, Tesla und VW: And the winner is ...

Es ist noch nicht allzu lange her, da sahen viele Experten dunkle Wolken über der deutschen Autoindustrie aufziehen: Ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in China, dazu der VW-Skandal und neue Konkurrenten aus den USA wie Tesla, Google oder Apple sollten das Ende der Erfolgsgeschichte von BMW, Daimler und Co besiegeln. Die Aktien befanden sich im freien Fall. Vor Kurzem hat sich das Blatt jedoch gedreht.

Gehypte Unicorns wie Snapchat, Dropbox oder Square: Bewertungen gestutzt

Dem Silicon Valley blüht ein böses Erwachen: Einige Start-ups, die als Unicorns gehandelt und somit mit mindestens einer Milliarde US-Dollar bewertet werden, müssen heftige Rückschläge bei ihrer Bewertung hinnehmen. Beispiel Dropbox: Das Unternehmen wurde von seinen Investmentbankern gewarnt, dass Dropbox zur jetzigen Bewertung von zehn Milliarden US-Dollar nicht an die Börse gehen könnte. Vergangenes Jahr stand die Bewertung noch bei vier Milliarden.

Spiele-Aktien: Das große Fressen

Als Namco 1982 Pac-Man erschuf, betrugen die Produktionskosten 100.000 Dollar. Inflationsbereinigt entspricht dieser Betrag 2015 laut dem Bureau of Labor Statistics 246.575,13 Dollar. Zum Vergleich: Take-Two Interactive pumpte 2013 das 1.074-Fache dieser Summe – 265.000.000 Dollar – in den vierten Aufguss der super-erfolgreichen „Grand Theft Auto“-Saga. Allein 128 Millionen Dollar flossen in das Marketing.

Apple: Für Goldman ein sicherer Kauf

Goldman Sachs hat Apple mit einem Kursziel von 163 Dollar auf die „Conviction Buy List“ aufgenommen. Denn auch wenn sich der Hardware-Absatz künftig verlangsamen sollte, sehen die Analysten noch genügend Raum für Wachstum.

(Mit Material von dpa-AFX)