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02.09.2019 Fabian Strebin

Commerzbank: Werden Autokredite zur Belastung?

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Commerzbank

Die Automobilbranche ist seit längerem in Aufruhr. Der Umstieg auf alternative Antriebe wie die Elektromobilität stellt den Sektor vor große Herausforderungen. Nun befindet sich auch noch die Wirtschaft im Sinkflug. Die Branche gilt als sehr konjunktursensibel. Das könnte auch für Banken zum Problem werden, die viele Kredite an diese Unternehmen vergeben haben.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger und der Investmentbank Lazard, über die das Handelsblatt berichtete, könnte die durchschnittliche EBIT-Marge von 7,2 Prozent im Vorjahr im schlimmsten Falls auf nur noch sechs Prozent in 2019 sinken. Damit würde die Umsatzrendite der Zulieferer auf den niedrigsten Stand seit 2012 fallen.

Hinzu kommt die Strukturwende wie das mögliche Aus des Verbrennungsmotors. Elmar Kades, Autoexperte der Beratungsfirma Alixpartners, sagt: „Die Gefahr von Kreditausfällen ist gegeben“. Erstens sei der Autoabsatz rückläufig, zweitens stelle sich die Frage, ob Autozulieferer Bauteile herstellten, die noch zukunftsfähig seien.

LBBW hat am meisten Kredite im Feuer

Am meisten Kredite an die Branche vergeben hat die Landesbank Baden-Württemberg LBBW. 15,5 Prozent aller Firmenkundenkredite gingen an Autobauer, Zulieferer und Autobanken. Das sind mehr als zwölf Milliarden Euro und fast so viel wie das gesamt Eigenkapital.

Die Commerzbank hat ihr Engagement in dem Sektor seit 2015 von neun auf elf Milliarden Euro hochgefahren. Das entspricht knapp einem Drittel des Eigenkapitals der Bank. Es ist ein Anstieg von 6,4 auf 7,5 Prozent.

Der Autobranche stehen schwere Zeiten bevor. Das könnte sich auch negativ auf die Commerzbank auswirken, nämlich dann, wenn die vergebenen Kredite ausfallen. Doch die Branche dürfte nur die erste von vielen sein, in der Darlehen ausfallen. Kommt es zu einem Wirtschaftsabschwung, muss die Commerzbank die Risikovorsorge drastisch erhöhen, was auf den Gewinn drückt.

Anleger meiden daher die Aktie.


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