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15.08.2019 Fabian Strebin

Commerzbank: Alle Dämme brechen

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Commerzbank

Seit Bekanntgabe der Quartalszahlen am Mittwoch vergangene Woche hat die Aktie der Commerzbank elf Prozent verloren. Damit ist das Papier deutlich unter die Schwelle von fünf Euro gefallen und hat ein neues Allzeittief markiert. Die Aussichten sind düster.

Konjunktur schmiert ab

Nun trübt sich die Konjunktur deutlich ein, das deutsche BIP ist von April bis Juni um 0,1 Prozent gesunken. Für das dritte Quartal wird keine Besserung erwartet, was eine Rezession bedeuten könnte. Mit ihrer führenden Stellung im Firmenkundengeschäft und der damit verbundenen hohen Kreditvergabe ist die Commerzbank besonders anfällig für das derzeitige Umfeld. Steigende Firmenpleiten und in der Folge zunehmende Kreditausfälle dürften in den kommenden Quartalen auf den Gewinn drücken.

Neue Strategie muss her

Deshalb gilt es als sicher, dass ein „Nachschärfen“ der aktuellen Strategie im Herbst nicht ausreichen wird, um das Ruder herumzureißen. Genau davon sprach Commerzbank-Chef Martin Zielke aber noch im Frühjahr. Nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Bank sah er keinen Grund für wesentliche Änderungen an der Strategie. Das sollte sich jetzt geändert haben.

Der Commerzbank droht ein ähnliches Schicksal wie der Deutschen Bank. Zwar musste die Bank in den letzten Jahren keine größeren Rechtsfälle verkraften. Die grundlegenden Probleme wie mangelnde Profitabilität, Ertragsprobleme und Niedrigzinsen sind die gleichen. Eigentlich muss der Konzern nun eine ähnliche Schocktherapie wie die Deutsche Bank präsentieren. Vielleicht kann man damit das Ruder noch herumreißen.

Anleger lassen derzeit die Finger von der Aktie.

Commerzbank (WKN: CBK100)