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27.02.2021 Benedikt Kaufmann

Zynga: Aktionäre surfen die Übernahmewelle

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Zynga

Der Videospiele-Sektor erlebt aktuell eine Übernahmewelle. Doch nicht nur die größten Player wie Electronic Arts setzen auf strategische Zukäufe – auch der Mobile-Entwickler Zynga greift kräftig zu und will auch in Zukunft auf Akquisitionen setzen.

In einem Interview mit gamesindurty.biz verrät Zyngas-Publishing-Präsident Bernard Kim, dass sich die Firmenstrategie trotz einer Reihe an Übernahmen wie Gram Games, Small Giant, Peak Games, oder Rollic nicht verändert hat. „Wir verfügen über eine große Cash-Position und jagen Firmen hinterher. Wir bleiben dabei aggressiv und suchen nach weiteren Zukäufen unter Spielestudios und Tech-Firmen, die zu Zynga hinzugefügt werden können“, so Kim.

Kim war laut eigenen Aussagen dabei klar, dass eine Übernahmewelle kommt. Denn insbesondere im jetzt stark wachsenden Mobile-Segment ließen sich in größeren Netzwerken mit mehr Ressourcen einfacher Live Services etablieren. Die Zukäufe die Zynga dabei in der Vergangenheit erzielt hat, hätten dabei die eigenen Erwartungen größtenteils übertroffen.

Solange sich Anleger auf die Buchungen konzentrieren, welche Zynga auch durch die vielen Zukäufe rasant nach oben schraubt, und nicht auf die Profitabilität nach GAAP Rechnungslegung blicken, wo die durch eigene Aktien finanzierten Zukäufe sofort durchschlagen, steht der aktuellen Zynga-Rallye nichts im Weg. Denn laut Kim dürfte sich langfristig, wenn die Zukäufe nach und nach bereinigt werden, die Profitabilität nach GAAP der guten Performance non-GAAP angleichen. Zynga hält zudem die Buchungen über dem Umsatz, was eine positive Umsatzentwicklung vorausnimmt.

Erklärung für Bookings, Revenue und Deferred Revenue

Es sind jedoch nur erfolgreiche Zukäufe, die sich auch langfristig auf die GAAP-Profitabilität auswirken können. Diese hat Zynga getätigt – und DER AKTIONÄR erwartet auch in Zukunft ein gutes Händchen, auch wenn die Preise am Markt aktuell sehr hoch erscheinen.

Doch vielleicht wird ja Zynga selbst zum Übernahmekandidaten. Denn Gerüchten zufolge will sich Tencent mit einem milliardenschweren Gaming-Deal im Mobile-Bereich verstärken und 8,3 Milliarden Dollar an Kapital wurden schon gesammelt. DER AKTIONÄR empfiehlt Zynga-Anlegern, die Übernahmewelle weiter zu surfen.