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25.01.2022 Marion Schlegel

Microsoft übertrifft Prognosen, Aktie fällt – die Details

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Microsoft

Microsoft hat mit seinen Zahlen für das vergangene Quartal die Markterwartungen übertroffen. Der Software-Riese steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 51,7 Milliarden Dollar (45,7 Mrd Euro). Analysten hatten eher mit rund 50,9 Milliarden Dollar gerechnet. Unterm Strich verdiente Microsoft in den Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal knapp 18,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 21 Prozent. Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg um 22 Prozent auf 2,48 Dollar. Experten waren hier im Vorfeld von 2,31 Dollar Gewinn je Aktie ausgegangen.

Microsoft (WKN: 870747)

Das Cloud-Geschäft war abermals ein Wachstumstreiber. Die Erlöse dort stiegen um 32 Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar, wie Microsoft nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Microsoft hatte am Anfang des Quartals auch sein neues Betriebssystem Windows 11 auf den Markt gebracht. Die Einnahmen im Windows-Geschäft mit PC-Herstellern wuchsen um ein Viertel, hieß es.

Microsoft hat ein gebrochenes Geschäftsjahr. Das zweite Geschäftsquartal 2022 entspricht dem vierten Kalenderquartal 2021.

Die Aktie von Microsoft kann von den starken Zahlen allerdings nicht profitieren. Das Papier verliert nachbörslich fünf Prozent auf 274,08 Dollar. Die Aktie setzt damit ihre seit dem Jahreswechsel gestartete Korrekturfahrt fort. Erst in ver vergangenen Woche hatte Microsoft die Übernahme des Spielekonzerns Activision Blizzard angekündigt. Mit einem Volumen von fast 70 Milliarden Dollar ist das die teuerste in der Unternehmensgeschichte. Dementsprechend stand die Gaming-Sparte bei den jünsten Zahlen besonders imn Fokus. Hier konnte das Geschäft mit der neuen Xbox allerdings nicht mit dem Wachstum im übrigen Geschäft mithalten. Mit der Übernahme von Activison will man allerdings den Game Pass stärken.

DER AKTIONÄR bleibt langfristig ganz klar zuversichtlich bei der Aktie von Microsoft. Derzeit leidet sie jedoch insbesondere auch unter der allgemeinen Schwäche des Tech-Sektors. Kurzfristig ist das Papier nun nach dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie sowie dem Support bei 280 Dollar charttechnisch angeschlagen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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