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04.04.2022 Benedikt Kaufmann

Microsoft: Senatoren stellen sich gegen Activision-Deal

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Noch immer ist unklar, ob der 69 Milliarden Dollar schwere Deal zwischen Microsoft und Activision Blizzard auch tatsächlich zustande kommt. Keine der aktuell die Übernahme prüfenden Wettbewerbsbehörden hat bisher ihre Zustimmung erteilt – und jüngst forderten auch noch bekannte US-Senatoren eine strenge Prüfung.

In einem Brief an die FTC, der dem Wall Street Journal vorliegt, haben vier Senatoren, darunter Elizabeth Warren und Bernie Sanders, die US-Handelsbehörde um eine Prüfung gebeten, ob die geplante Transaktion die Flut von Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs, Belästigung und Vergeltungsmaßnahmen bei Activision Blizzard verschärfen könnte.

Eine besondere Befürchtung: Es könnte dem langjährigen CEO von Activision Blizzard, Bobby Kotick, ermöglicht werden, seinen Posten bis zum geplanten Abschluss der Transaktion im Jahr 2023 beizubehalten und womöglich eine dicke Abfindung zu bekommen. Vergangenen Sommer haben mehr als 1.800 Angestellte in einem offenen Brief den Rücktritt Koticks gefordert.

„Sollte der Deal Kotick ermöglichen, sich der Verantwortung zu entziehen, obwohl er für diese Unternehmenskultur verantwortlich ist und Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit Konsequenzen fordern, wäre dies ein inakzeptables Ergebnis der geplanten Microsoft-Übernahme“, heißt es in dem Schreiben. Falls die FTC feststelle, dass die Übernahme die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer verschlechtere, dann solle die Behörde den Deal ablehnen, fordern die Senatoren.

DER AKTIONÄR rechnet noch immer damit, dass der Deal zwischen Microsoft und Activision Blizzard abgeschlossen wird. Die Aktie von Activision Blizzard, welche aktuell rund 14 Dollar unter dem Übernahme-Angebot von 95 Dollar liegt, weist mittelfristige spekulative Chancen auf. Die Aktie von Microsoft bleibt hingegen ein langfristiges Basis-Investment.

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