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19.06.2020 Emil Jusifov

Microsoft: Frontalangriff auf Apple

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Microsoft

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hat der Präsident von Microsoft Brad Smith die Kartellbehörden in den USA und Europa aufgefordert, sich die Geschäftspraktiken in den App Stores näher anzusehen. Smith bezog sich laut einem Unternehmenssprecher auf den App Store von Apple, obwohl er den iPhone-Giganten nicht beim Namen nannte.

Laut Smith würden einige App Stores eine weitaus höhere Barriere für fairen Wettbewerb schaffen, als Microsofts Betriebssystem Windows, als Microsoft vor rund 20 Jahren wegen Kartellrechtsverletzungen in erster Gerichtsinstanz verurteilt wurde.

"Sie würden künstlich Barrieren erzeugen, die nur einen vorgegebenen Weg erlauben, um Zugriff auf die Plattform zu erhalten. In einigen Fällen müssten die Entwickler sogar über 30 Prozent ihrer Einnahmen an den Plattformbetreiber abführen", so Smith weiter.

Der iKonzern steht in den USA wegen der Ausnutzung seiner Marktmacht vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit den amerikanischen Wettbewerbsbehörden. Der Vorwurf lautet, Apple zwinge seine Nutzer, die Apps nur im App Store zu kaufen. Für Verkäufe innerhalb des App Stores stellt Apple dann den Entwicklern 15 bis 30 Prozent Provision in Rechnung. Dadurch nutze Apple seine Monopolstellung aus.

Auch die europäischen Kartellbehörden leiteten am Dienstag eine entsprechende Untersuchung ein.

Microsoft (WKN: 870747)

Auch wenn die Kritik an Apple berechtigt ist, so überrascht es doch sehr, dass diese nun ausgerechnet aus dem Hause Microsoft kommt, da der Tech-Gigant selbst eine Monopolstellung im Softwaremarkt einnimmt.

Die behördliche Untersuchung des App Stores könnte den Smartphone-Giganten dazu zwingen, seine Geschäftspraktiken im Sinne der Drittanbieter anzupassen und gegebenenfalls auf einen Teil der Einnahmen zu verzichten. Aufgrund seiner Marktmacht, Finanz- und Innovationskraft, sollte Apple dies jedoch nicht nachhaltig schaden, da das Unternehmen immer in der Lage wäre als Kompensation alternative Einnahmequellen in seinem riesigen Ökosystem anzuzapfen.

Sowohl Apple als auch Microsoft bleiben Basisinvestments des AKTIONÄR.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple, Microsoft.

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