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25.05.2020 Emil Jusifov

Exasol: Fulminanter Börsengang des Datenbank-Spezialisten

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EXASOL

Mit dem Datenbank-Anbieter Exasol feiert heute das erste Unternehmen im laufenden Jahr ein erfolgreiches Debüt an der Frankfurter Wertpapierbörse. Der Börsengang stieß gleich auf ein hohes Interesse der Anleger – die Exasol-Aktie startete bei 14 Euro und damit rund 50 Prozent höher als der Ausgabepreis, welcher bei 9,50 Euro je Stück lag. DER AKTIONÄR hält Sie auf dem Laufenden.

Die Anteile des Softwareunternehmens erreichten im Xetra-Handel bei 14,09 Euro ihr bisheriges Hoch und rutschten anschließend bis auf 11,51 Euro ab. Zuletzt kosteten sie wieder 12,60 Euro. Exasol hatte insgesamt gut 9 Millionen Aktien für 9,50 Euro je Stück verkauft und damit knapp 90 Millionen Euro eingenommen. Die Preisspanne hatte bei 8,50 bis 10,50 Euro je Aktie gelegen.

Weit über die Hälfte der rund 9,2 Millionen ausgegebenen Aktien stammte nach Angaben des Unternehmens aus einer Barkapitalerhöhung. Die restlichen Anteilsscheine befanden sich entweder im Besitz der Altaktionäre, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie Exasol oder wurden als bestehende Aktien in Verbindung mit Mehrzuteilungs- oder Aufstockungsoptionen angeboten. Exasol will die Erlöse vor allem zum Ausbau von Vertrieb und Marketing nutzen und in die Bereiche Forschung und Entwicklung stecken.

Gelistet wurde der Datenbank-Anbieter zunächst im Börsensegment "Scale" für kleine und mittlere Unternehmen, das laut Angaben der Deutschen Börse Anlegern mehr Transparenz und Vergleichbarkeit bei der Beteiligung an kleineren bis mittleren Unternehmen bieten soll.

Exasol wurde zum ersten Unternehmen, das im Jahr 2020 in Deutschland an die Börse ging. Das letzte Börsendebüt feierte zuvor der Fernwartungsspezialist TeamViewer im September des vergangenen Jahres. Damit deutet sich ein weiteres schwaches Jahr in Sachen Börsengängen an, nur neun Unternehmen wagten sich 2019 erstmalig aufs Parkett.

Exasol CEO: Aaron Auld
Exasol

Hier geht es zum Gespräch des AKTIONÄR mit Exasol-CEO Aaron Auld

Der CEO Aaron Auld zeigte sich im Gespräch mit dem AKTIONÄR (siehe Button oben) zufrieden mit dem Börsengang und sprach bei Exasol von einer besonderen und schwer zu kopierbaren Datenbank-Technologie, welche deutlich performanter ist, als vergleichbare Angebote der mächtigen Konkurrenz wie SAP, Oracle, Microsoft oder IBM. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen insbesondere in Wachstum investiert werden.

Anleger sollten die Entwicklung von Exasol vorerst von der Seitenlinie aus abwarten. DER AKTIONÄR hält Sie über den aussichtsreichen Datenbank-Spezialisten auf dem Laufenden.

Weiteres über Exasol lesen Sie in DER AKTIONÄR Nr. 23/2020 (ab 27.05.20 als E-Paper und ab 29.05.20 im Kiosk erhältlich).

(Mit Material von dpa-AFX)