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05.06.2020 Marion Schlegel

Dividenden-Perle Novartis: Starke Studie – gelingt der Aktie jetzt das Kaufsignal?

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Novartis

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat am Freitag Studiendaten zu seinem Enerzair Breezhaler Inhalator vorgelegt. Dabei geht es um die Behandlung von Asthma bei erwachsenen Patienten. Die Behandlung habe in der Argon-Studie ihren primären Endpunkt erreicht, erklärte das Unternehmen am heutigen Freitag in Basel.

Man habe bei einer einmal täglichen Einnahme Verbesserungen der Lungenfunktion, der Asthmakontrolle, des Gesundheitszustands und eine Verringerung von Auswurf, Husten und Atemnot beobachtet. Die Behandlung könnte also, falls zugelassen, eine wirksame und bequeme Alternative zum derzeitigen Standard-Versorgungsschema darstellen, erklärte Novartis.

Novartis hatte vor gut einem Monat vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine positive Stellungnahme erhalten für den Einsatz des Inhalators. Die Europäische Kommission prüft diese Empfehlung und trifft ihre endgültige Entscheidung in der Regel etwa zwei Monate nach dem CHMP-Entscheid.

Verzögerungen beim Zulassungsentscheid in den USA gab es hingegen beim Multiple-Sklerose-Medikament Ofatumumab. Dies ist für die US-Investmentbank Goldman Sachs jedoch kein Anlass zur Sorge. Sie hat die Novartis-Aktie angesichts der erweiterten US-Prüfung von Ofatumumab auf der "Conviction Buy List" mit einem Kursziel von 110 Franken belassen. Eine Verzögerung um drei Monate habe wohl keine bedeutenden Auswirkungen auf den Kapitalwert des Pharmakonzerns, so Analyst Keyur Parekh in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie.

Die Aktie von Novartis kann am Freitag leicht zulegen. Gut ein Prozent geht es nach oben auf 82,73 Schweizer Franken. Noch immer ist das Papier aber in dem seit Anfang Mai ausgebildeten Seitwärtstrend gefangen. Knapp darüber verläuft außerdem die 200-Tage-Linie. Erst ein Sprung darüber würde das charttechnische Bild klar aufhellen. Langfristig bleibt die Novartis-Aktie aber ganz klar einer der Favoriten des AKTIONÄR im Sektor. Nicht zu vergessen außerdem: die starke Dividendenrendite von derzeit 3,6 Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)