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04.08.2016 Fabian Strebin

Commerzbank und Deutsche Bank deutlich im Plus: Das sind die Hintergründe

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Deutsche Bank

Heute seit Langem mal keine roten Vorzeichen bei Deutscher Bank und Commerzbank. Und das nachdem die Deutsche Bank aus dem Stoxx Europe 50 abgestiegen ist. Kommt jetzt die Trendwende?

Die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank stehen heute im Fokus der Anleger. Beide Papiere notieren deutlich im Plus. Durch die turbulente Entwicklung der letzten Tage und Wochen sind die Titel überverkauft. Die negativen Faktoren dürften mittlerweile weitestgehend eingepreist sein. Gerade bei der Commerzbank dürften zudem kurzfristig orientierte Anleger auf ein Schnäppchen setzen. Doch auf eine schnelle Trendwende bei den beiden Aktien dürfen Anleger nicht hoffen. Die heutigen Zugewinne sind alleine der technischen Situation geschuldet.

Neue Impulse nötig

Für eine nachhaltige Erholung der Aktien ist die Branchensituation derzeit zu schlecht. Die Niedrigzinsen durch die Notenbankpolitik lassen die Zinsmarge immer weiter zusammenschrumpfen. Zusätzlich belastet die gegenüber den USA strengere Regulierung der Institute den Sektor. Solange hier der Gesetzgeber nicht nachjustiert und die EZB ein Ende der expansiven Politik in den Raum stellt, ist das Aufwärtspotenzial für Bankaktien begrenzt. Die Bankenkrise in Italien ist mit der Rekapitalisierung der Banca Monte die Paschi auch alles andere als gelöst.

Stopp beachten

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Trotz grüner Vorzeichen kann für die Bankaktien noch keine Entwarnung gegeben werden. An der schlechten Branchensituation hat sich nichts geändert. Niedrigzinsen und hohe Regulierung belasten den Sektor nach wie vor. Von der Deutschen Bank rät der AKTIONÄR weiterhin ab. Bei der Commerzbank sollte der Stopp bei 4,20 Euro beachtet werden. Mit einem KGV von 7 und einem KBW von 0,3 ist die Aktie günstiger bewertet als zu Zeiten der Finanzkrise.

Buchtipp: Die Geschichten des Geldes

Spekulationsblase am Neuen Markt, Bankenkrise 2008 und griechische Schuldenkrise – lauter Themen, die die Finanzmärkte bewegten und bewegen. Doch wer einen Schritt zurücktritt und das große Bild sieht, bemerkt: So neu ist das alles gar nicht! Die Geschichte gibt wertvolle Hinweise zum Verständnis der Gegenwart. Dass sich Geschichte wiederholt, zeigen die beiden Autoren anhand vieler Geschichten des Geldes. Infl ation, Deflation, Abwertung, irrationalen Überschwang, Bankenpleiten und -rettungen gab es immer schon: im Spanien des 16. Jahrhunderts, im Großbritannien des 17. Jahrhunderts, im Frankreich des 18. Jahrhunderts und in den USA des 19. Jahrhunderts. Lehr- und anekdotenreich vermitteln die Autoren gewissermaßen nebenbei ein tiefes Verständnis für die Ursprünge des Finanzsystems – und damit auch für seine aktuellen Kapriolen. So zeigt sich: Der Weg von der Kaurischnecke zur Kreditklemme ist nicht weit.

Autoren: Vaupel, Michael Kaul, Vivek
Seitenanzahl: 240
Erscheinungstermin: 15.04.2016
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-327-0