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28.11.2005 DER AKTIONÄR

Bedroht die Telekom Premiere?

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Die Deutsche Telekom wird unter Umständen in Zukunft komplette Partien der Fußball-Bundesliga über das Internet ausstrahlen. Auf dem Parkett befürchtet man jetzt, dass sich das negativ auf den Aktienkurs des Bezahlsenders Premiere auswirken könnte. Sind die Sorgen der Börsianer berechtigt?

Die Deutsche Telekom wird unter Umständen in Zukunft komplette Partien der Fußball-Bundesliga über das Internet ausstrahlen. Auf dem Parkett befürchtet man jetzt, dass sich das negativ auf den Aktienkurs des Bezahlsenders Premiere auswirken könnte. Sind die Sorgen der Börsianer berechtigt?

Von Sascha Grundmann

Die teils rasante Entwicklung von Elektronikartikeln, wie zum Beispiel MP3-Player, Flachbildschirme, Handys oder Laptops erhöht zwar den Nutzen für Verbraucher. Mit der steigenden Komplexität erhöhen sich jedoch auch die Ansprüche an die Entwicklung. Dabei steht vor allem das Herzstück eines jeden "Elektronikspielzeugs" im Mittelpunkt: die Leiterplatte.

Die Aktien des Pay-TV-Senders Premiere sind am Montagvormittag unter Druck geraten. Die Deutsche Telekom hatte am Wochenende bekannt gegeben, dass sie künftig komplette Spiele der Fußball-Bundesliga im Internet übertragen wolle. Marktbeobachter werten die Ankündigung als Anzeichen einer Verstärkung des Kampfes um die Übertagungsrechte. Ob Premiere von dem Engagement der Telekom wirklich in dem Maße betroffen wäre, wie es die Börse derzeit auffasst, erscheint allerdings fraglich. Zum einen ist das Internet noch kein ernst zu nehmender Konkurrent für das Medium Fernsehen, zum anderen dürften die Preise für die TV-Rechte nur marginal von einer Übertragung im Web abhängig sein. Der Kurseinbruch der Premiere-Aktie erscheint übertrieben, zumindest unter mittelfristigen Aspekten hat das Papier des Bezahl-Senders weiteres Potenzial den positiven Trend der vergangenen sechs Wochen fortzusetzen. Die Premiere-Aktie notiert aktuell bei 24,90 Euro (-0,81 Euro/-3,15%).

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