Einstiegschance – bei diesen 11 Top-Aktien
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21.02.2019 André Fischer

Bayer: Zwischen den Fronten

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Bayer

Weltweit machen immer mehr Gruppen gegen das Bienensterben mobil. Erstmals ins Blickfeld der Öffentlichkeit gelangte dieses Phänomen mit dem im März 2011 veröffentlichten Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Der Bericht machte auf den Einfluss der Insektizide auf das Leben der Bienen aufmerksam. In der damaligen Erhebung wurden die Bayer-Pestizide Clothianidin und Imidacloprid als Bedrohung für zahlreiche Tierarten bezeichnet.

Umfassende Erhebung zum Artensterben

Beide gehören zur Substanzklasse der Neonicotinoide, die gemäß den Aussagen von Umweltexperten für Insekten tödlich wirken. Erst vor wenigen Wochen kam ein Forscherteam zu dem Ergebnis, dass demnächst mehr als 40 Prozent der Insektenarten vom Aussterben bedroht und ein Drittel gefährdet sind. Zu diesem Schluss kamen Francisco Sánchez-Bayo von der Universität Sydney und sein Kollege Kris Wyckhuys von der Universität Queensland. Die Forscher hatten zuvor 73 wissenschaftliche Arbeiten aus der ganzen Welt unter die Lupe genommen und systematisch ausgewertet.

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Neun-Punkte-Plan gegen Insektensterben

Die britische Tageszeitung The Guardian griff das Thema ebenfalls auf und gewährte Sánchez-Bayo ein Interview. In dem Interview sagte der Forscher, dass der Artenverlust bei den Insekten sehr schnell voranschreite. „Der Planet ist am Beginn des sechsten Massensterbens in der Geschichte“, ist im Guardian weiter zu lesen.

Eine international besetzte Gruppe von Naturwissenschaftlern hat daher kürzlich Handlungsempfehlungen gegen das Insektensterben in einem Neun-Punkte-Plan zusammengefasst.

Unübersichtliche Gemengelage

Bayer bürdete sich mit der Übernahme von Monsanto ein zusätzliches Reputationsrisiko auf. Zudem baut sich neuerdings eine internationale Front gegen das Bienensterben auf. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass in Zukunft sowohl Neonicotionoide als auch Breitbandherbizide (wie Roundup) einer rigiden Regulierung unterworfen werden. Angesichts dieser unübersichtlichen Gemengelage drängt sich ein Einstieg bei der Bayer-Aktie nicht auf.

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