16.04.2019 Thorsten Küfner

BASF und Covestro: Das müssen Anleger im Blick haben

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Covestro
Trendthema

Es war neben dem trockenen Sommer der größte Belastungsfaktor für die Kurse von BASF und Covestro im Herbst 2018: der Verfall der TDI-Preise in China. Im Zuge von Überkapazitäten haben sich diese innerhalb von zweieinhalb Jahren mehr als gedrittelt. Nun blicken die Anleger mit Spannung darauf, was in China geschieht.

Denn allmählich scheinen dort die Preise für das wichtige chemische Zwischenprodukt einen Boden zu finden. Im Vergleich zu den im März markierten Mehrjahrestiefstständen bei knapp unter 13.000 Yuan pro Tonne ging es immerhin um rund 15 Prozent nach oben. Nun dürfte es spannend werden, ob sich daraus eine nachhaltige Trendwende entwickelt oder es sich nur um eine kurze Gegenbewegung handelt.

Wichtig für BASF und vor allem Covestro wäre, dass zum einen China und die USA im Handelskonflikt zu einer Einigung kommen. Zum anderen aber auch, dass die eingeleiteten Konjunkturmaßnahmen in China Wirkung entfalten.

Zu viele neue Kapazitäten
Das Hauptproblem für die TDI-Produzenten bleibt aber, dass in den vergangenen Monaten einfach relativ viele zusätzliche Kapazitäten an den Markt gekommen sind. Daher bedarf es wohl eines wirklich kräftigen und vor allem nachhaltigen Nachfrageanstiegs, um die Preise wieder auf deutlich höhere Niveaus zu hieven. Danach sieht es aktuell aber nicht aus. Anleger sollten deshalb die jüngsten positiven Preisentwicklungen nicht überbewerten.

BASF bleibt der Favorit

Die Entwicklung der Konjunktur in China (China ist der wichtigste Markt für Covestro, siehe Grafik oben) sowie der TDI-Preise machen sich im Covestro-Ergebnis weitaus stärker bemerkbar als bei BASF. Covestro bleibt dementsprechend im Vergleich zu BASF die deutlich riskantere Wahl. DER AKTIONÄR favorisiert innerhalb der Branche nach wie vor den in vielen Bereichen sehr stark aufgestellten Marktführer BASF (Stopp: 54,50 Euro).

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: BASF.