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11.02.2018 Maximilian Völkl

Alphabet: A wie Alleskönner

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Alphabet C

Hunderte Millionen Suchanfragen pro Tag bei Google: Bereits heute sind Datennutzung und Werbeeinnahmen ein Milliardengeschäft für die Mutter Alphabet. In Zukunft will der Konzern aber noch deutlich mehr aus seinen Möglichkeiten herausschlagen.

Klar ist: Selbst für die Datenkrake Alphabet wird manches für immer unerreichbar bleiben. Anleger sollten sich aber bewusst werden, wie unermesslich das Potenzial der Unmengen an Daten auf den Alphabet-Servern ist. Denkverbote sind hier deshalb fehl am Platz.

Ärzterevolution dank Telemedizin

Alphabet könnte sogar die Medizin revolutionieren. Hintergedanke: Die Telemedizin wird sich rasant verbreiten. Der Clou dabei ist, dass bei Diagnose und Therapie eine räumliche oder auch zeitliche Distanz zwischen Arzt und Patienten vorherrscht. Noch warten hier große Herausforderungen. So ist einerseits sicherzustellen, dass medizinisch zuverlässige Prognosen möglich sind, andererseits sind die datentechnischen Probleme zu lösen. Sowohl die Qualität der Daten als auch der Datenschutz und -austausch müssen klar geregelt werden.

Und hier kommt wiederum Alphabet ins Spiel. Mit Virtual Reality, innovativen Health-Trackern sowie der großen Expertise im Sammeln und Aufbereiten von Daten könnte ein neues Schwergewicht entstehen.Und das in einem sehr lukrativen Markt: Laut Schätzungen werden für das Weltgesundheitswesen nach Abzug der Personalkosten jährlich rund 3,5 Billionen Euro ausgegeben – Tendenz steigend, da die Weltbevölkerung immer älter und Behandlungsmethoden immer aufwendiger werden.

Billion Dollar in Sicht

Alphabet ist weit mehr als nur eine Suchmaschine, das Potenzial des Konzerns ist gigantisch. Grenzen sind praktisch keine gesetzt. Kann der Konzern die vielversprechenden Voraussetzungen durch seine bisherigen Angebote nutzen, steht dem Eintritt in mehrere neue Milliardenmärkte nichts im Weg. Der Weg zur Marktkapitalisierung von einer Billion Dollar ist vorgezeichnet. Anleger sollten sich ein Paar Stücke des Basisinvestments ins Depot legen. Auf Sicht von einem Jahr lautet das Kursziel des AKTIONÄR 1.150 Euro.

Dieser Text ist ein Ausschnitt einer ausführlichen Story über Aktien von Konzernen, die die Welt veränder, welche in DER AKTIONÄR 03/18 erschienen ist. Welche Branchen Alphabet noch revolutionieren könnte und welche anderen Aktien Potenzial für die Ewigkeit besitzen, erfahren Sie hier.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 21.11.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2