22.07.2019 Michael Schröder

Aixtron vor Zahlen: Woche der Wahrheit

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Aixtron
Trendthema

Im ersten Quartal hat Aixtron die Investoren überrascht und mit einem starken Jahresauftakt besser abgeschnitten als gedacht. Beim Jahresausblick präsentierte der Vorstand aufgrund der geringen Visibilität eine recht breite Zielzone für Umsatz und Gewinn. Am Donnerstag (25. Juli) stehen die Zahlen für das zweite Quartal auf der Agenda. Diese dürften im Vergleich zum Q1 zwar etwas schwächer ausgefallen sein. Die Jahresprognose dürfte jedoch bestätigt werden.

Ähnlich wie der Jahresauftakt sollte auch das zweite Quartal vor allem von der Investitionszurückhaltung vieler Kunden geprägt worden sein. Dies dürfte sich in einem erneut rückläufigen Auftragseingang darstellen. Das ist aber bekannt und sollte die Investoren nicht mehr überraschen.

DER AKTIONÄR rechnet mit einem Umsatz in Höhe von rund 67 Millionen Euro. Für das Q1 2019 standen 68,7 Millionen Euro zu Buche. Bei einem EBIT von 7,3 Millionen Euro (Q1: 9,7 Millionen Euro) dürfte unter dem Strich ein Gewinn je Aktie von 0,05 Euro (Vorjahr: 0,08 Euro) herauskommen.

Auch wenn der Geschäftszyklus des Anlagenbauers für die Halbleiterindustrie mittlerweile seinen Tiefpunkt erreicht haben könnte, dürfte 2019 nach dem erfolgreichen Turnaround ein Übergangsjahr werden. Auch das ist bekannt.

Dabei rechnet der Vorstand mit einem Umsatz zwischen 260 und 290 Millionen Euro (Vorjahr: 268,8 Millionen Euro). Die EBIT-Marge soll zwischen acht und 13 Prozent des Umsatzes betragen, das EBIT also zwischen 21 und 38 Millionen Euro (Vorjahr: 41,5 Millionen Euro) liegen.

DER AKTIONÄR erwartet bei Erlösen von 266 Millionen Euro (bislang: 277 Millionen Euro) ein EBIT von 27 Millionen Euro (bisher: 33,5 Millionen Euro).

Die Sorge vor einer Umsatz- und Gewinnwarnung hat die Aktie zuletzt belastet. Trotz eines holprigen Quartals sollte der Vorstand die Prognosen für das Gesamtjahr aber erneut bestätigen.

Aixtron (WKN: A0WMPJ)

Für die Bullen wäre es sehr wichtig, dass die Aktie die Unterstützung bei 7,55 Euro wieder nachhaltig hinter sich lassen kann. Bestätigt der Vorstand am Donnerstag die Jahresprognosen und fällt der Kommentar zum aktuellen Marktumfeld nicht zu pessimistisch aus, dann dürfte die Aktie wieder Kurs auf die 10-Euro-Marke nehmen. Investierte Anleger sollten sich aber auf eine extrem volatile Woche einstellen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Akien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.