Tesla
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Tesla-Überraschung: Monster-Event schon morgen!

Im Vorfeld herrschte Unklarheit. Einige US-Portale terminierten die Bekanntgabe der Q3-Zahlen von Tesla auf Anfang November, andere auf den 31. Oktober. Nun stellt Tesla klar: Wir öffnen am 24. Oktober nach US-Börsenschluss die Bücher. Die Vorzeichen für eine deutliche Verbesserung gegenüber den tiefroten Quartalen des ersten Halbjahres stehen gut - denn Tesla hat endlich das Model 3 (und zunächst zu relativ hohen Verkaufspreisen) in den Verkauf gebracht. Doch reicht das für Gewinne? Und wie wird der Ausblick?

Anfang des Jahres stellte der Elektroautopionier in Ausblick, „[…] wir werden ab dem dritten Quartal 2018 profitabel sein.“ Zum Halbjahr sah es erstmal nicht danach aus: Tesla fuhr den höchsten Quartalsverlust der Firmengeschichte ein. Doch am Ausblick hält die Führungsetage fest: „Wir erwarten immer noch […] im dritten und vierten Quartal profitabel zu sein."

Im Jahresausblick erklärt der Elektroautobauer, man peile beim aktuellen Flaggschiff – dem Model 3 – für das dritte Quartal eine Bruttomarge von 15 Prozent an. Jamie Powell, Autor der Financial Times, ermittelte in seinem Tesla-Rechenmodell einen Nettoverlust von knapp 129 Millionen Dollar für Q3. Obwohl er wohlwollend mit dieser Bruttomarge kalkulierte.

Experten optimistischer

Die Analysten sind hinsichtlich Teslas drittem Quartal im Gegensatz zu Powell zuversichtlicher gestimmt. Sie rechnen mit einem geringen bereinigten Gewinn (EBITDA) von 711.429 Dollar bei Umsätzen von 6,3 Milliarden Dollar. Die Experten erwarten zudem bescheidene positive Nettoerträge von 167.244 Dollar.

Beim Ergebnis je Aktie (EPS) überwiegen die Negativprognosen: Für das dritte Quartal wird ein Verlust je Aktie von 0,1 Dollar erwartet (Vorperiode -3,06 Dollar). Erst zum Jahresende rechnen die Experten mit schwarzen Zahlen (EPS Q4 0,75 Dollar).

Monster-Trade

Doch nicht alle sind so optimistisch. Fondsmanager David Einhorn sieht Tesla kurz vor der Apokalypse. In einem Investorenbrief verglich er den Elektroautobauer mit der insolventen Investmentbank Lehman: „Lehman attackierte Shortseller, weigerte sich, Kapital zu sammeln und gab öffentlich Privatisierungspläne bekannt.“ Das würde auch für Tesla gelten. „Anstatt den Anlegern die Wahrheit zu erzählen, blufft sich Mr. Musk durch die Krise.“ Für das vierte Quartal prophezeit der Manager Tesla eine „herbe Umsatz- und Gewinnenttäuschung.“

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Tesla.

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