Lanxess
- Stefan Limmer - Redakteur

Chart-Check Lanxess: Nächster Stopp Jahrestief

Die Aktie des Spezialchemieherstellers Lanxess ist in den vergangen Tagen Achterbahn gefahren. Der Grund für die hohe Volatilität waren zahlreiche Analysteneinstufungen die bei den Marktteilnehmern teilweise für Euphorie und Verunsicherung sorgten.

Die Investmentbank JPMorgan bestätigte die „Underweight“-Einstufung und reduzierte das Kursziel für die DAX-Aktie von 37,00 auf 28,00 Euro. Die Schweizer Großbank UBS bestätigte Anfang der Woche das „Buy“-Rating und setzte den Titel auch noch auf die „Most Preferred List“. Thomas Gilbert geht davon aus, dass die Unternehmenssparte Performance Polymers aufgrund der Erholung im Reifengeschäft ihren Boden gefunden hat. Den fairen Wert der Aktie beziffert Gilbert auf 62,00 Euro.

Jahrestief in Reichweite

Im Zuge der jüngsten Abwärtsbewegung wurde die wichtige horizontale Unterstützung bei 46,00 Euro gerissen. Damit hat sich die charttechnische Situation massiv eingetrübt und das alte 52-Wochen-Tief bei 43,44 Euro ist zum Greifen nah. Darunter drohen weitere Kursverluste bis in den bereich von 40,00 Euro.

Schwache Performance

Bereits im vergangenen Jahr zählte Lanxess zu den schwächsten Aktien im DAX. Der Konzern hatte mit dem Preisverfall im für das Unternehmen wichtigen Kautschukgeschäft und die Nachfrageschwäche in der Autosparte zu kämpfen. Der operative Gewinn im dritten Quartal um 26,4 Prozent auf 187 Millionen Euro ein. Der ging im gleichen Zeitraum um rund 90 Prozent auf nur noch elf Millionen Euro zurück. Anleger bleiben vorerst an der Seitenlinie.  

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Lanxess: Aktie nach Übernahme im Rallye-Modus

Der Spezialchemiekonzern Lanxess lässt die Krise der vergangenen Jahre weiter hinter sich. Nachdem die Kölner zuletzt vom Konzernumbau und einem Sparkurs profitiert hatten, wagt der jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren an der Unternehmensspitze stehende Matthias Zachert eine Milliardenübernahme in … mehr