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03.07.2019 Nicola Hahn

Alphabet-Tochter Waymo: Ein Schritt näher am Ziel

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Alphabet

Die Alphabet-Tochter Waymo erhielt gestern von Seiten der zuständigen kalifornischen Behörde die Genehmigung, zukünftig Passagiere per Robotaxi zu befördern. Damit geht das Rennen um das selbstfahrende Auto in die nächste Runde. Mit der Genehmigung hat der Google-Konzern eine große Hürde im heißumkämpften Markt des selbstfahrenden Autos genommen.


Gestern gab die zuständige Behörde „California Public Utilities Commission“ ihr Ja. Waymo darf nun an einem Testprogram in Kalifornien mit dem Namen „Autonomous Vehicle Passenger Service Pilot“ teilnehmen. Erst letzte Woche hatte das Unternehmen mehrere autonom-fahrende Minivans dem Mobilitätsdienstleister Lyft zur Verfügung gestellt, die zukünftig in der US-Metropole Phoenix eingesetzt werden. Die Fahrzeuge werden Fahrern zur Verfügung gestellt, die in einem ausgewählten Gebiet aktiv sind. Wird der Selbstfahrdienst gewählt, so muss dennoch ein Sicherheitsfahrer mit aufgenommen werden.


Der Börsenneuling Uber entwickelt ebenfalls eine eigene Technologie für das selbstfahrende Auto und Tesla-Chef Elon Musk kündigte im Frühjahr diesen Jahres an, dass Tesla-Modelle ab 2020 als Robotaxis genutzt werden können. Damit hat Waymo nun einen entscheidenden Zeitvorsprung.


https://ark-invest.com/research/self-driving-cars

Fest steht: Der Markt für Autonomes Fahren ist gewaltig. Das Research-Haus „Ark Invest“ geht davon aus, dass die Einnahmen des Bereichs „Mobility-as-a-Service“ die Umsätze durch die eigentlichen Autoverkäufe schon bald deutlich übersteigen könnten. Kein Wunder also, dass zahlreiche Anbieter hier mit Hochdruck arbeiten. 

Alphabet (WKN: A14Y6F)

Die Fortschritte, die die Google-Schwester Waymo macht sind jedoch beeindruckend. Alphabet zählt somit zu den aussichtsreichsten Akteuren auf dem Gebiet des Autonomen Fahren.


Die Alphabet-Aktie gehört zweifelsohne in jedes Langfristdepot. Die größte Unsicherheit derzeit ist eine mögliche Klage des US-Justizministeriums. Anfang Juni war man hier ins Visier wegen möglicher Wettbewerbsverstöße geraten. Dies könnte den Kurs noch weiter belasten.

Buchtipp: The Four

Cambridge Analytica, Datenleaks, Steuerflucht: Die Tech-Giganten Amazon, Apple, Facebook und Google – oder wie Marketing-Guru Scott Galloway sie nennt: die vier apokalyptischen Reiter – werden von Skandalen geplagt. Und doch sind sie mächtiger und erfolgreicher als je zuvor. Man kann sie weder ignorieren noch boykottieren. Sie haben mit ihren Geschäftsmodellen die Regeln des Wirtschaftslebens und die Voraussetzungen für Erfolg neu definiert. Scott Galloway führt vor, wie die Vier unsere grundlegenden emotionalen Bedürfnisse mit einer Schnelligkeit und in einem Ausmaß manipulieren, an die andere nicht herankommen. Und er zeigt, welche Lehren man aus ihrem Aufstieg für sein eigenes Unternehmen oder seinen eigenen Job ziehen kann. Ob man mit ihnen konkurrieren, mit ihnen Geschäfte machen oder einfach in der Welt leben will, die von ihnen beherrscht wird – man muss die Vier verstehen

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